1. Saarland
  2. Saarbrücken

Bilddungsministerin will multiprofessionelle Teams

Schulleiterempfang : Bildungsministerin will multiprofessionelle Teams

(kip) Zum zehnten Mal hat das Ministerium für Bildung und Kultur zum Schulleiterempfang geladen. Dieses Mal in den ehemaligen Sitz des Ministeriums, in den Pingusson-Bau. Insgesamt kamen am Montagabend etwa 220 Schulleiter und Schulleiterinnen nach Saarbrücken.

Es war der erste Empfang unter Ministerin Christine Streichert-Clivot (SPD). Seit 18. September 2019 ist sie im Amt.

„Bildungserfolg von der sozialen Herkunft entkoppeln“ will sie. Dabei sei das Land auf einem guten Weg. Laut Bildungsmonitor 2019 sei der Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg nirgends so gering wie im Saarland. „Grundvoraussetzung ist eine gute Ausstattung, auch beim Personal“, sagte Streichert-Clivot. Die technische Ausstattung soll durch den „Digital-Pakt“ geregelt werden. Das Ministerium setze ihn „im Saarland planmäßig um“, erklärte die Ministerin, die ankündigte, mit der digitalen Schulverwaltung (DESC) Bürokratie abzubauen. Durch die Ganztags-Garantie ab 2025 würden mehr Lehrer-Stellen gebraucht. Doch in der „Modernen Schule“ sollen sich nicht nur Lehrer um Schüler kümmern, auch Jugendhilfe, Psychologen, Logopäden und natürlich auch Schulsozialarbeiter in „multiprofessionellen Teams“. Seit 1. Februar liegt die Zuständigkeit für Schulsozialarbeit beim Ministerium, die Mittel sollen auf zwei Millionen Euro pro Jahr verdoppelt werden. „Wir wollen die Multiprofessionalität in den Schulen deutlich stärken“, versprach die Ministerin. Sozialpädagogische Fachkräfte und Lehrer sollen gleichberechtigt zusammenarbeiten. Aber: „Wir dürfen dabei nicht erwarten, dass wir damit ein Allheilmittel für alle Herausforderungen gefunden haben.“ Der Ausbau der Multiprofessionalität, der Schulsozialarbeit und die Förderung der Inklusion „haben für mich höchste Priorität. Deshalb habe ich zum 1. Februar eine direkt bei mir angesiedelte Stabsstelle ,Multiprofessionalität in der Bildung‘ eingerichtet“, sagte die Ministerin.