An alles gedacht?: Betongleitwände und mobile Sperren

An alles gedacht? : Betongleitwände und mobile Sperren

Stadt und Polizei haben beim ausgeklügelten Sicherheitskonzept für das Saar-Spektakel eng zusammengearbeitet.

Polizei, Feuerwehr, Sanitätsdienste, Technisches Hilfswerk, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft und private Sicherheitsdienste – die Anzahl der Organisationen und Menschen, die beim 19. Saar-Spektakel ab dem kommenden Freitag für die Sicherheit der Gäste sorgen will, ist immens. „Sicherheit geht bei uns vor dem Programm. Das ist aber nicht erst seit diesem Jahr so, das war schon immer so“, sagt Christine Baran, die alle 18 Saar-Spektakel bislang organisierte. „Wir halten in jedem Jahr frühzeitig Rücksprache mit der Polizei und passen unser Sicherheitskonzept dementsprechend an“, erklärt Baran.

Festorganisatoren und Polizei haben die Zufahrt zum Gelände entweder mit Betongleitwänden oder mobilen Sperren abgeriegelt. Zulieferer für die Stände auf dem Spektakel dürfen das Gelände nur mit Ausnahmegenehmigung befahren und müssen diese dem Sicherheitspersonal vorlegen. „Wenn man die ehrenamtlichen Helfer von Vereinen noch hinzuzieht, arbeiten an den drei Festtagen etwa 800 Menschen bei Auf- und Abbauarbeiten und im Sicherheitsbereich“, sagt Christine Baran.

Bei Zwischenfällen mit Verletzungen dienen mehrere Sanitätsstände auf dem Festgelände als Anlaufstelle. Über ein eigens für das Spektakel angemeldete Funknetz stehen alle Sicherheitsleute während der Festtage in Verbindung. „Dieses Funknetz müssen wir in jedem Jahr bei der Bundesnetzagentur beantragen. Hinzu kommen Profifunkgeräte. Nur auf mobile Telefone können wir uns nicht verlassen. Bei den vielen Menschen, die auf dem Fest unterwegs sind, kommt es nicht selten vor, dass Mobilfunknetze überlastet sind“, berichtet die Organisatorin vom Amt für Veranstaltungsmanagement.

Das Sicherheitssystem des Saar-Spektakels ist so ausgeklügelt und zeitgemäß, dass auch andere Veranstalter von Festen bei den Saar-Spektakel-Macher nachfragen. „Das sind größere Feste auch über das Saarland hinaus. Oder als die Bundeskanzlerin in Saarbrücken zu Besuch war, wurden wir auch zu Rate gezogen. Unser System hat sich bewährt“, sagt Baran. Auch die Polizei-Dienststelle St. Johann ist als leitende Dienststelle auf das Spektakel vorbereitet. „Im vergangenen Jahr war das Saar-Spektakel kurz nach den Terroranschlägen von Nizza. Daraufhin haben wir bereits im vergangenen Jahr unser Sicherheitskonzept angepasst. Es lief alles einwandfrei, also machen wir es in diesem Jahr wieder genauso“, sagt Harald Groß, der stellvertretende Polizei-Dienststellenleiter in St. Johann, der aus einsatztaktischen Gründen die Anzahl der Polizisten auf dem Saar-Spektakel nicht nennen möchte. Klar ist aber, dass neben den privaten Sicherheitsleuten auch die Polizei die Festeingänge überwacht und auch auf dem Festgelände präsent ist.

Wie viele ihrer Beamten im Einsatz sein werden, wollte die Polizei aus taktischen Gründen nicht verraten.      . Foto: dpa/Patrick Seeger

„Bei allen Zwischenfällen, die auf so einem Fest nun mal passieren können, haben die Gäste überall auf dem Gelände in direkter Umgebung Ansprechpartner von Organisationen und der Polizei. Was den Sicherheitsaspekt betrifft, kann das Fest beginnen“, sagt Organisatorin Christine Baran.

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