1. Saarland
  2. Saarbrücken

Bei den Rebläusen in Kleinblittersdorf tobten die Narren

Kostenpflichtiger Inhalt: Kleinblittersdorf : Bei den „Rebläusen“ tobten die Narren

Rund 400 Gäste kamen bei der Galasitzung der „Rebläuse“ in der Spiel- und Sporthalle von Kleinblittersdorf voll auf ihre Kosten.

Wie schnell man eine nervige Fußballmannschaft loswird, erzählte Putzfrau Dorothee Schmitz-Backes am vergangenen Samstag bei der Galasitzung der Karnevalsgesellschaft „Die Rebläuse“ in Kleinblittersdorf. Erstmals seit vier Jahren übernahm der Reblaus-Präsident Stefan Jung wieder die Rolle der Putzfrau und berichtete von einem gemeinsamen Flug mit der heimischen Fußballmannschaft des FC Phönix Kleinblittersdorf. „Die haben während des Fluges mit ihren Bällen so genervt, dass ich ihnen gesagt habe, sie sollen doch nach draußen spielen gehen – und das haben sie dann auch gemacht“, sagte der Präsident und erntete Lacher von 400 Gästen in der Spiel- und Sporthalle.

Seit neun Jahren ist Stefan Jung mittlerweile Oberhaupt der Rebläuse und zugleich Trainer und Tänzer in seinem Verein. Dafür überreichten ihm die erste Vorsitzende Elisabeth Rosinus-Fillgraff und das Ehrenmitglied Maria Adamek auf der Bühne offiziell eine Präsidenten-Kette. Neben den Büttenreden sorgten bei den Rebläusen vor allem die tänzerischen Elemente für die Höhepunkte des Abends. Die Garden präsentierten eindrucksvolle Märsche, und die Funkenmariechen Caroline Deckarm (Rebläuse) und Elena Thiel (Kappeskepp Sitterswald) bekamen Sonderapplaus.

Die Kellergeister aus Sitterswald brachten mit ihren Fastnachts-Hits richtig Stimmung in die Bude, und das Rebläuse-Prinzenpaar Heike II. und Ute I. startete spontan ein närrisches Bobfahren auf der Bühne und eine Polonäse durch die Halle.

Für das Finale der Rebläuse sorgen seit vielen Jahren die Showtänze – und die haben es in Kleinblittersdorf in sich. Das Männerballett trat zum Thema Indiana Jones auf, und die Proseccogarde sprang in eine Zeitmaschine. Was die Prinzengarde mit ihrem Showtanz „Elben“ ablieferte, suchte zum wiederholten  Mal an der Oberen Saar Seinesgleichen. 21 Mädels erzählten tänzerisch eine tolle Geschichte, präsentierten schwere und ausgefallene Hebefiguren und rockten zu fetziger Musik die Bühne. Die Narren tobten, die Zugabe kam, und Trainerin Kathrin Wermuth war den Tränen nah. „Wir trainieren seit März sehr akribisch, und es war einfach nur toll. Wir fangen in wenigen Wochen auch schon mit unserem neuen Tanz an. Das Thema und das Konzept stehen schon“, erklärte die überglückliche Trainerin nach einer starken Galasitzung der Rebläuse.