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Zwei Unfälle an der selben Stelle
Bedarf es hier dringend einer Korrektur?

Hier will gerade ein Autofahrer von der St. Avolder Straße in die Sulzbachtalstraße einbiegen.
Hier will gerade ein Autofahrer von der St. Avolder Straße in die Sulzbachtalstraße einbiegen. FOTO: Iris Maria Maurer
Dudweiler/Saarbrücken. SZ-Leser sieht erhebliches Gefahrenpotenzial an der Kreuzung St. Avolder Straße/Sulzbachtalstraße in Dudweiler.

Ein ernstes Anliegen an die Kommunalpolitik, die sich auch mit verkehrstechnischen Problemen auseinandersetzt, hat SZ-Leser Klaus Franosch aus Dudweiler. Dabei bezieht er sich auf einen Vorfall, der sich am Dienstag, 27. Februar ereignete. Denn am frühen Morgen, kurz nach 5 Uhr, kam es nach Polizeiangaben in Dudweiler an der Einmündung Sulzbachtalstraße/St. Avolder Straße zum Zusammenstoß zwischen einem Fahrradfahrer und einem Autofahrer. Den Angaben zufolge befuhr der 61-jähriger Radler die Sulzbachtalstraße in Fahrtrichtung Saarbrücken. An der Einmündung  zur St. Avolder Straße bog der Pkw-Fahrer in die Sulzbachtalstraße ein. Hierbei missachtete er die Vorfahrt des Fahrradfahrers und stieß mit diesem zusammen. Der Radler stürzte zu Boden und zog sich glücklicherweise nur leichte Verletzungen zu. Ohne sich um den Zweiradfahrer zu kümmern, setzte der Unfallverursacher seine Fahrt fort. Der 61-Jährige musste für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus eingeliefert werden (wir berichteten).


Diesen Unfallbericht vor Augen meldete sich also Klaus Franosch mit folgender Schilderung: Als ständiger Radfahrer, „der nicht nur in der Fastenzeit in die Pedale tritt und auch die Minustemperaturen nicht scheut“, nehme er den Bericht zum Anlass, unserer Zeitung mitzuteilen, dass er vor rund zwei Jahren („damals war ich zufälligerweise ebenfalls 61 Jahre alt“) an exakt derselben Stelle durch einen aus der St. Avolder Straße kommenden Pkw erfasst und auf die Fahrbahn geschleudert wurde. Klaus Franosch: „Ich befuhr ebenfalls die vorfahrtberechtigte Sulzbachtalstraße. Der Unfall geschah am frühen Morgen auf dem Weg zur Arbeit bei starkem Regen. Im Gegensatz zu dem im Bericht geschilderten Fahrerflüchtigen kümmerte sich der Fahrer seinerzeit unverzüglich um mich und half mir wieder auf die Beine.“ Glücklicherweise habe er den Unfall unerwartet glimpflich überstanden. Der Autofahrer, der sich zwei Wochen nach Unfallgeschehen nach des Radlers Befinden erkundigte, habe beteuert, ihn, Franosch, durch in der Mitte der St. Avolder Straße aufgestellte, sichtbehindernde Schilder nicht rechtzeitig gesehen zu haben. „Vielleicht appellieren Sie an die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung (Ordnungsamt), die Beschilderung vor Ort zu verändern, damit die Gefahrensituation entschärft beziehungsweise verbessert wird, bevor künftige Rentenanwärter aus dem Leben scheiden“, so unser Leser abschließend.

Das haben wir auch getan, und von Thomas Blug, Stadt-Pressestelle, folgende Auskunft erhalten: „Die Straßenverkehrsstelle im Ordnungsamt hat bereits die Unfallberichte bei der Polizei angefordert. Diese sind wesentlich, um die Gefährdungslage beurteilen zu können. Davon unabhängig wird sich die im Rathaus interdisziplinär tätige Arbeitsgruppe Verkehr mit dem Fall befassen.“ In vier Wochen werden wir bei der Verwaltung nachfragen, zu welchem Ergebnis man gekommen ist.



(mh)