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So kann’s gehen
Baustellen gibt es überall

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Public Viewing  –  an dieses ins Deutsche übertragene Gebilde habe ich mich immer noch nicht gewöhnt. Und werde es auch in diesem Leben nicht mehr tun. Miteinander Fußball gucken – das geht doch auch.

Damit aber hat es sich jetzt. Die Füße von Männern anderer Nationen treten nun gegen den Ball. Und das ist quasi auch kein Beinbruch. „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel“, pflegte mein Vater zu sagen, wenn er darauf zu sprechen kam, dass Erfolge auch mal enden oder jäh unterbrochen werden. Ich sehe sie noch vor mir, die Herren WM-Weltmeister von 2014, als einige von ihnen tief gebückt vor deutschen Fans auf einer Bühne tanzten und den Finalgegner Argentinien verhöhnten mit dem Lied „So gehen die Gauchos, die Gauchos gehen so.“ Jetzt dürfen die ehemaligen Meister selbst gebückt durchs Leben gehen, denn sie haben ein sportliches Problem. Eine Baustelle sozusagen, auf der es noch viel zu arbeiten gibt.


Baustellen gibt es derzeit auch in unserer Region. Einerseits erfreulich, denn es tut sich was, andererseits nervtötend, weil Umleitungen und Palaver damit einhergehen. Ende Juli und Anfang August  wird die Sulzbachtalstraße teils voll gesperrt. Das ist dann ein echtes Problem. Und nicht jene Fußballer, die enorm gestylt sind, aber keinen Ehrgeiz besitzen.