Barbara Meyer-Gluche und Tobias Hans sind nun Senatoren der Mir sin do

Fastnacht im Saarbrücker Westen : Burbachs Narren holen sich prominente Verstärkung

Saarbrückens Bürgermeisterin Barbara Meyer-Gluche und Ministerpräsident Tobias Hans steigen zu Senatoren auf.

Neujahrsempfang und Ordensfest bei der Burbacher Karnevalsgesellschaft von 1890 „Mir sin do“ (MSD) am Samstagabend im Bürgerhaus: Das bedeutet volle Halle, volles Programm und viele, viele karnevalistische Ehrungen. So durfte sich MSD-Urgestein Heinz Dörks über eine ganz besondere Auszeichnung erfreuen.

Eine Zahl sei dem Präsidenten des Verbandes Saarländischer Karnevalsvereine (VSK), Hans-Werner Strauß, bei einer Durchsicht der Unterlagen besonders aufgefallen: „die 50“. Denn so viele Jahre wirkt der Dörks bereits ununterbrochen im MSD-Elferrat mit. Das erlebe selbst ein VSK-Präsident nicht alle Tage. Für seine „Unentbehrlichkeit“, sein Wirken auch hinter der Bühne und den Stolz, mit dem er seine Karnevalsmütze trage, bekam Heinz Dörks die höchste Auszeichnung des Bundes Deutscher Karneval: den Orden mit Gold und Brillanten.

Bereits im Vorfeld zeichneten die MSD-Narren Ministerpräsident Tobias Hans und die Saarbrücker Bürgermeisterin Barbara Meyer-Gluche als neue Ehrensenatoren aus. Der saarländische Regierungschef zeigte sich pointensicher und regte an, den Wahlkampf generell nur noch in der fünften Jahreszeit abzuhalten: „Da tragen eh alle eine Maske.“

Gleichzeitig wolle er sich dafür einsetzen, dass alle Karnevalisten nur noch sieben Prozent Mehrwertsteuer bezahlen müssen. Die Bürgermeisterin outete sich als Faasend-Neuling, war dank der zuvorkommenden Aufnahme aber umso erfreuter: „Ihr bringt Spaß und Freude für die Menschen.“

Hans-Werner Strauß wiederum ließ es sich nicht nehmen, auf „turbulente Tage“ zurückzublicken, und lud Kritiker ein: „Sie sollen sich von der Arbeit der Vereine in den kommenden Wochen überzeugen.“ Und was ein Verein alles auf die Beine stellen kann, zeigte die Burbacher Karnevalsgesellschaft am Samstag eindrucksvoll.

Zwischen Showtänzen, etwa vom Mariechen-Duo Lena Simon und Sophia Clement, und einer Büttenrede von Cosima und Florentine gab es auch Gesang. Die Saarsittiche mit ihren Pumuckl-Frisuren und dem Joker-Grinsen sorgten mit Schlagerpop wie „Pure Lust am Leben“ oder „Steh auf, mach laut“ für Stimmung.

Junioren-Tanzmariechen Serena Jost überzeugte auf ganzer Linie als Wirbelwind, als sie im schwarzen Röckchen und im roten Shirt über die Bühne fegte.

Da kann man sich Sitzungspräsident Josef Weiß, der übrigens offiziell zum „Grußonkel“ ernannt wurde, nur anschließen. Er lobte Serena mit folgenden Worten: „Das hast du hervorragend gemacht.“