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Stadtplanung: Bald Start der Arbeiten für Skater-Anlage

Stadtplanung : Bald Start der Arbeiten für Skater-Anlage

Info-Abend der Bürgerpark-Initiative: Grünamtsleiterin Carmen Dams versicherte, im Park werde nicht gebaut.

Auf der Hafeninsel zu bauen, wäre eine „Todsünde“, und  deshalb sei das auch nicht geplant, versicherte Grünamtsleiterin Carmen Dams am Mittwochabend bei einer öffentlichen Info-Veranstaltung der Bürgerpark-Initiative (BI) im Nebenraum des Lokals „Multi-Kulti“ gegenüber vom Park. Dams bezog sich damit auf die Diskussion über das neue Messegelände, das an der Congresshalle entstehen soll. Außerdem merkte Dams an, wenn im Bürgerpark gebaut werden solle, dann müsse zuvor das Gelände saniert werden: „Schließlich hat der Bürgerpark ja auch schon 30 Jahre auf dem Buckel.“

Zwei Jahre lang war es still um die BI. Dennoch habe sie in dieser Zeit allerhand bewirkt – betonte ihr Vorsitzender Andreas Heiske am Mittwochabend.

Dass die Westspangenbrücke versiegelt wurde, um die Tauben fernzuhalten, ist laut Heiske ein Erfolg der BI. Dadurch sei das Wasser im Teich des Bürgerparks heute sehr viel sauberer als früher, als noch viel Taubenkot im Teich landete. Auch, dass es im Park  jetzt eine öffentliche Boule-Bahn gibt und dass demnächst eine Skater-Anlage gebaut werden soll, verbucht die BI auf ihrem Konto. „Wir haben uns für die Skater eingesetzt und den Kontakt zur Stadtverwaltung hergestellt“, sagte Heiske. Außerdem habe die BI erreicht, dass Grünamtsleiterin Carmen Dams regelmäßig fachkundig durch den Park führt und dass die Bushaltestelle am Bürgerpark auf umbenannt wurde. Heiske: „Sie heißt jetzt ,Auf der Werth – Bürgerpark.“ Dams bezeichnete die Umbenennung als eine Selbstverständlichkeit: „Parks sind wichtige Orientierungspunkte in der Stadt.“

Dams kündigte an, dass in Kürze die Erdarbeiten für die Skater-Anlage beginnen, der Auftrag dazu sei vergeben. Die Betonarbeiten seien ausgeschrieben, und Dams hofft: „Dass die Angebote nicht durch die Decke schießen.“ Ehe es losgehen könne, müssten noch letzte Eidechsen umgesiedelt werden. Das sei aber bereits im Gange. Ein Beleuchtungskonzept, das sich nicht alleine auf den Saarpfad beschränkt, hofft Dams mit Hilfe des  Bundesprojektes „Energie sparen“ umzusetzen: „Da sind bis zu 90 Prozent Förderung drin.“ Inzwischen plane die Verwaltung auch wieder Toiletten zu installieren. Die BI wünscht sich zwei. Heiske: „Eine im St. Johanner Bereich, eine am Rondell.“ Über viele Jahre hat die Stadt solche Vorhaben stets mit dem Verweis auf Vandalismus abgelehnt. Schließlich waren die Erfahrungen der Vergangenheit bitter. Wie Dams schilderte wurden mehrfach die Keramiken zerdeppert und das Gebäude schließlich sogar abgefackelt.

Und damit kam Dams zum Thema Sicherheit, die im Bürgerpark durchaus gegeben sei. „Natürlich passiert dort auch mal was, aber nicht mehr und nicht weniger als anderswo in Saarbrücken.“ Im Bürgerpark gehe ein privater Sicherheitsdienst unregelmäßig auf Streife.

Dams hält einige Elemente des Parks für gescheitert, beispielsweise den Brunnen im Rondell. Um Romantik zu erzeugen, sei der Brunnen nämlich ursprünglich in Ruinenoptik erbaut worden, was ihm dann mehrfach zum Verhängnis geworden ist. Unter anderem sollen laut Dams zwei Zwölfjährige daran ihre Zerstörungswut ausgetobt haben, weil die beiden angeblich dachten, der Brunnen sei sowieso kaputt.