| 21:56 Uhr

Autorenmeinung
Der Staat tut sich schwer

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Die Lärmschutzplanung 2018 haben in dieser Woche die Stadträte von Friedrichsthal verabschiedet. Das war zu erwarten. Ebenso, dass die Mehrheit dem Antrag der Grünen auf Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h auf Hauptverkehrsstraßen durch die Stadt nicht folgt. Von Thomas Feilen

Eine Verabschiedung des Antrags hätte vermutlich einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Denn nachgewiesenermaßen wird in der Stadt gerne schnell, leider viel zu oft auch zu schnell gefahren. Das belegt die Statistik der geblitzten Raser an den festen Messstellen.


Deutschland und vor allem das Saarland sind dem Auto und der betreffenden Industrie in besonderer Weise verpflichtet. So gibt es zum Beispiel kein Tempolimit auf Autobahnen oder Landstraßen.

Und hierzulande kennt man auch nicht wirklich die Bodenschwellen, die Fahrer zum Langsamfahren bringen. Zumindest an sensiblen Stellen (Kindergärten, Schulen, Altenheimen etc). könnten mit deren Hilfe Geschwindigkeit und Lärm gesenkt werden. Was von Staats wegen nicht gewollt ist, machen manche Einkaufszentren vor. Dort gibt es vor Behinderten- oder Familienparkplätze solchen Schwellen. Lieber Staat, geht doch!