Streit in Saarbrücken: Ausfall der Saarbrücker Berufsfeuerwehr wirkt sich aufs gesamte Saarland aus

Streit in Saarbrücken : Ausfall der Saarbrücker Berufsfeuerwehr wirkt sich aufs gesamte Saarland aus

Die massenhaften Krankmeldungen bei der Saarbrücker Berufsfeuerwehr, die deswegen seit Donnerstag nicht mehr einsatzbereit ist, hat auch die Alarmierungszentrale in der Feuerwache I der Landeshauptstadt lahmgelegt.

Diese ist normalerweise für alle Einsätze im Regionalverband zuständig. Deren Ausfall muss nun die Integrierte Leitstelle auf dem Winterberg auffangen, wo üblicherweise die Notrufe aus den übrigen Landkreisen auflaufen und weitergeleitet werden. Damit wirkt sich der Zusammenbruch der Dienstbereitschaft bei der Berufsfeuerwehr in der Landeshauptstadt aufs gesamte Saarland aus. Wie ein Experte gegenüber der Saarbrücker Zeitung bestätigt, ist nicht abzuschätzen, ob die Kollegen der Leitstelle dieses Mehraufkommen mehrere Tage lang bewältigen können.

In Saarbrücken übernehmen seit Donnerstag die freiwilligen Feuerwehren den Brandschutz. Die Krankmeldungen waren nach einem Urteil des Verwaltungsgerichtes in Saarlouis aufgelaufen. Die Richter hatten entschieden, dass dem umstrittenen Feuerwehrwehrchef Josef Schun sein alter Posten zurückgegeben werden muss. Viele Berufsfeuerwehrleute sehen das Vertrauensverhältnis zu Schun unwiederbringlich zerstört und wollen nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten. An den von verschiedenen Ärzten ausgestellten Krankschreibungen sei nichts zu beanstanden, ließ Saarbrückens Sicherheitsdezernent Harald Schindel (Linke) wissen. Am Freitagmorgen hat die Feuerwehrgewerkschaft zu einem Protest der Wehr zum Rathaus aufgerufen.

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