1. Saarland
  2. Saarbrücken

Stadtspaziergang mit Archivarin : Auf den Spuren von Ludwig Harig

Stadtspaziergang mit Archivarin : Auf den Spuren von Ludwig Harig

Stadtarchivarin Rita Lampel-Kirchner lädt für Sonntag, 6. Mai, unter dem Motto „Auf den Spuren Ludwig Harigs“ zu einem Spaziergang ein. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Denkmal in der Grünanlage in Höhe der Schützenstraße.

Stadtarchivarin Rita Lampel-Kirchner lädt für Sonntag, 6. Mai, unter dem Motto „Auf den Spuren Ludwig Harigs“ zu einem Spaziergang ein.  Treffpunkt ist um 10 Uhr am Denkmal in der Grünanlage in  Höhe der Schützenstraße.

Der Harig-Spaziergang richtet sich an Interessierte, die den Sulzbacher Literaten und Ehrenbürger nicht nur über seine Schriften verstehen möchten. Es wird Gelegenheit geboten, sich mitten in den Schauplätzen seiner Romane zu bewegen. Denn Harig hat für sämtliche Erzählungen intensive Feldforschung betrieben. Nicht umsonst steht sein Roman „Weh dem, der aus der Reihe tanzt“ im Schuljahr 2018/19 als Pflichtlektüre für saarländische Abiturienten auf dem Plan.

Ludwig Harig  – selbst Kind der Stadt Sulzbach und voller erlebter Eindrücke –  stöberte im Stadtarchiv, ging vor Ort, um in der Stadthistorie „sattelfest“ zu werden und über Industriegeschichte und Urväter, wie etwa die Vopelius-Saga, zu lesen. Aus diesen sowohl erlebten als auch gesammelten Realitäten entstanden seine Figuren und Spielorte. Harig ergänzte Begebenheiten und veränderte Perspektiven, und so entstand aus Sulzbacher Fakten Mysteriöses und Märchenhaftes. Damit schuf der Literat für seine Leser Wiedererkennungseffekte, verfremdete aber auch die Sulzbacher Strukturen, was seiner Schriftkunst einen stilistischen Zauber verleiht.

Auf dem literarischen Spaziergang werden so manche rote Fäden, die zwischen Dichtung und Wahrheit gespannt sind,  auf spannende Weise sichtbar gemacht.

„Seiner Heimatstadt und dem Saarland hat Harig ein literarisches Denkmal gesetzt. Er ist ein wunderbarer Botschafter unserer Stadt, der Region und des Saarlandes“, sagte Bürgermeister Michael Adam 2012 anlässlich des 85. Geburtstages des bekannten Schriftstellers.