Erfolg im Kellerduell: ATSV schöpft wieder Hoffnung im Abstiegskampf

Erfolg im Kellerduell : ATSV schöpft wieder Hoffnung im Abstiegskampf

Tischtennis-Zweitligist Saarbrücken beendet eine fünf Monate dauernde Durststrecke ohne Sieg und gewinnt das Kellerduell.

Eine gut aufgelegte eigene Nummer eins und eine schwangere Nummer eins beim Gegner: Das waren die Hauptgründe dafür, dass die lange Sieglosserie des Tischtennis-Zweitligisten ATSV Saarbrücken am Samstag zu Ende ging. Der Tabellenvorletzte gewann das Kellerduell gegen den  Drittletzten MTV Tostedt im ATSV-Center mit 6:3 und schöpft damit wieder Hoffnung im Abstiegskampf.

Vor den drei letzten Partien haben die Saarbrückerinnen 5:25 Zähler. Sie rangieren wegen des schlechteren Spielverhältnisses hinter dem Tabellenachten Tostedt, der einen Nichtabstiegsplatz belegt. Der MTV ist die einzige Mannschaft, die die Saarländerinnen noch abfangen können. Das Schlusslicht DJK Offenburg hat 2:24 Punkte, aber zwei Partien weniger als Saarbrücken und Tostedt.

„Es war ein sehr wichtiger Sieg. Wir mussten gewinnen, um noch die Chance auf den Klassenverbleib zu haben. Jetzt sind wir punktgleich mit Tostedt und wieder im Rennen“, sagte Saarbrückens Theresa Adams, die nach fast zweimonatiger Verletzungspause ihre Rückkehr feierte. Für ihre Mannschaft endete eine fünf Monate dauernde Durststrecke, nachdem der ATSV Saarbrücken im ersten Saisonspiel gegen die DJK Offenburg mit dem 6:4 den bis dato einzigen Erfolg verbucht hatte.

„Wir waren diese Saison ja häufiger selbst gebeutelt. Jetzt hatten wir mal das Glück auf unserer Seite“, sagte Wolfgang Scholer. Der Tischtennis-Abteilungsleiter des ATSV meinte die Tatsache, dass die Gäste ohne ihre Nummer eins Laura Matzke auskommen mussten. Die ehemalige Nationalspielerin,  die in der Saison 2010/2011 beim damaligen Bundesligisten TTSV Fraulautern spielte, trat wegen ihrer Schwangerschaft nicht an die Platte, wodurch der ATSV kampflos zu drei Punkten kam. Da Saarbrückens Nummer eins Na Yin im Doppel mit Adams mit 4:11, 11:7, 12:10 und 11:8 gegen Tostedts Svenja Koch und Lotta Rose gewann und auch ihr Einzel gegen Koch siegreich gestaltete, hieß es 5:0 für die Gastgeberinnen.

Danach musste der ATSV Saarbrücken zittern, bis der sechste Punkt zum nötigen Sieg gelang. Mariana Stoian war es schließlich, die mit dem Viersatzerfolg gegen Rose (11:2, 8:11, 12:10, 11:7) alles klarmachte. Zuvor hatte die Rumänin gegen Anne Sewöster eine 2:1-Führung verspielt und in fünf Sätzen verloren. Ein Schicksal, das Na Yin diesmal erspart blieb. Die 38-Jährige hatte in dieser Saison sieben von acht Fünfsatz-Partien verloren. Am Samstag bezwang  sie Koch mit 9:11, 12:10, 11:6, 9:11 und 11:6.

Tags darauf blieb Na Yin auch im letzten Heimspiel der Saison gegen den Tabellenzweiten TSV Langstadt unbesiegt. Sie gewann mit Adams erneut im Doppel und zudem beide Einzel. Doch der ATSV Saarbrücken verlor die Partie mit 3:6. „Wenn es optimal läuft, wäre ein Punkt möglich gewesen. Aber Theresas Verletzungsrückstand ist ein Problem“, sagte Scholer.

Der ATSV Saarbrücken spielt als nächstes am Samstag, 17. März, in Leipzig beim Tabellensiebten Leutzscher Füchsen (12:16 Punkte).

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