ARD-Finanzausgleich: SR bekommt 33 Millionen Euro zusätzlich

Geld für den SR : ARD-Sender helfen dem SR mit 33 Millionen Euro zusätzlich

Intendanten einigen sich auf Erhöhung des ARD-Finanzausgleichs. Auf dem Saarbrücker Halberg spricht man von „schwierigen Verhandlungen“.

Der Saarländische Rundfunk kann in den kommenden vier Jahren mit insgesamt zusätzlich 33 Millionen Euro Hilfe aus dem ARD-Topf rechnen. Das folgt aus einer Einigung der ARD-Intendanten über den Finanzausgleich des Verbundes, die am Mittwoch „nach intensiven und schwierigen Verhandlungen“ zustande kam, wie der SR  mitteilte. Pro Jahr stünden dem saarländischen Sender damit im Schnitt 8,25 Millionen Euro zusätzlich aus dem Finanzausgleich zur Verfügung. Außerdem rechnet man auf dem Saarbrücker Halberg nach Angaben von SR-Sprecher Peter Meyer ab 2021 mit einem weiteren jährlichen Einnahme-Plus von vier Millionen Euro aus der erwarteten Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Derzeit verfügt der Sender nach eigenen Angaben über Erträge (aus Rundfunkbeitrag, Werbung und anderen Quellen) von rund 125 Millionen Euro jährlich.

Der Finanzausgleich der ARD soll die bedarfsgerechte Finanzierung der Sender unabhängig vom Beitragsaufkommen in den Bundesländern sichern. In den Verhandlungen der Intendanten wurde nun vereinbart, die Ausgleichsmasse zwischen 2021 und 2024 schrittweise von 1,6 Prozent auf 1,8 Prozent des Beitragsaufkommens der ARD zu erhöhen. Das kommt neben dem SR auch Radio Bremen zugute. Der Beschluss der Intendanten muss von den Ländern noch akzeptiert werden. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte, die Einigung bilde eine „gute Grundlage für die weiteren Verhandlungen im Länderkreis“. Die Ministerpräsidenten treffen sich im März.

SR-Intendant Professor Thomas Kleist sagte, das Verhandlungsergebnis, das auch eine Intensivierung bestehender und neue Kooperationen zwischen SR und SWR vorsieht, sei „Beweis dafür, dass die ARD auch in schwierigen Zeiten in der Lage ist, als Gemeinschaft die großen finanziellen und organisatorischen Herausforderungen gemeinsam und solidarisch zu schultern“.