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Dudweiler-Süd: Angst vor Rasern in Tempo-30-Zonen

Dudweiler-Süd : Angst vor Rasern in Tempo-30-Zonen

Leser-Reporterin wies auf eine Gefahrenstelle hin. Stadt will in der AG Verkehr über das Problem beraten.

Beschwerden über zu schnelle Autofahrer gibt es seit geraumer Zeit aus dem Dudweiler Süden. SZ-Leserreporterin Tina Hasse aus der Robert-Koch-Straße beklagt nun zudem, dass der Kindergarten St. Bonifatius nicht deutlich genug mittels Schildern gekennzeichnet ist. Daher lauere hier gerade für Kinder und Eltern großes Gefahrenpotenzial. Aus diesem Grund schrieb sie eine E-Mail ans Ordnungsamt „mit meinem Anliegen, aber leider ohne darauf je eine Reaktion erhalten zu haben“, wie sie der SZ sagte. Stattdessen antwortete ihr der Saarbrücker Bürgerreferent Sascha Kaster.

Der Leserreporterin geht es um die Tempo-30-Zonen in Dudweiler-Süd, insbesondere um die Robert-Koch-Straße, in der sich ja auch die Kita Kirchenkinder St. Bonifatius befinde.

Wörtlich heißt es in der E-Mail von Tina Hasse weiter: „Wir wohnen in der Nr. 2 und erleben täglich, wie der Verkehr durch unsere Straße rast, und das, obwohl in dem Bereich unseres Hauses meistens geparkt wird, sodass man auf Gegenverkehr achten muss. Dies hindert aber nicht, den leichten Anstieg hoch ordentlich Gas zu geben. Auch in der Gegenrichtung hindert die Kreuzung zum Hofweg nicht daran, noch mal Gas zu geben. Fußgänger und Kinder stören auch nicht dabei, noch mal aufs Gas zu treten.“

Ihre Tochter besucht die Kita St. Bonifatius, „und wir müssen täglich über die Straße gehen. Einen Fußgängerüberweg gibt es nicht und die geparkten Autos stören die Sicht. Darum kommt es mitunter schon häufiger zu gefährlichen Situationen, weil ja auch niemand 30 km/h fährt“.

Abschließend stellt Hasse einige Forderungen an die Stadtveraltung, um die Raser zu bremsen und so die Verkehrssicherheit vor allem für Kinder zu erhöhen.

So solle es vermehrt Geschwindigkeitskontrollen an dieser Stelle geben, es solle ein gekennzeichneter Fußgängerüberweg im Bereich der Kita angelegt werden und zudem sollte die Tempobegrenzung auf 30 km/h gut sichtbar auf die Straße aufgemalt werden. Weiter schreibt die engagierte Mutter: „Alternativ würden wir uns sehr darüber freuen, wenn die Robert-Koch-Straße eine Spielstraße werden würde.“

Im SZ-Gespräch mit Tina Hasse kam auch die Idee auf, ob nicht eine offizielle Begehung des Viertels (Kantstraße bis Alter Stadtweg samt Nebenstraßen) anberaumt werden sollte, um vor Ort mit allen Betroffenen einen Meinungsaustausch zu führen und damit die Interessen möglichst vieler Menschen zu wahren.

In seiner Antwort schreibt Bürgerrefeent Sascha Kaster unter anderem: „Bei unserer letzten Messung in der Robert-Koch-Straße in Dudweiler wurden in der Zeit von 13 bis 14.45 Uhr 51 Fahrzeuge gemessen, davon waren 15 zu schnell unterwegs. Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug dabei 48 km/h.“ Kaster räumt ein: „In Bezug auf Beschilderung haben Sie Recht. Die Robert-Koch-Straße ist in einer Tempo-30-Zone gelegen. Nach der Verwaltungsvorschrift der Straßenverkehrsordnung ist jedoch lediglich am Anfang einer Tempo-30-Zone sowie am Ende ein entsprechendes Verkehrszeichen aufzustellen. Bei dem angesprochenen „Auflösungszeichen“ handelt es sich nicht um das Ende der Tempo-30-Zone (denn dann wäre die Zahl 30 auf dem Verkehrszeichen), sondern um die Beschilderung einer Zone, in der generell ein eingeschränktes Halteverbot gilt und das Parken in gekennzeichneten Flächen erlaubt ist. Diese Art der Beschilderung wurde gewählt, um einen Schilderwald zu vermeiden.“

Auf Nachfrage der SZ teilt Stadtpressesprecher Thomas Blug mit: „Das Anliegen der Bürgerin wird Thema in der nächsten Sitzung der AG Verkehr sein. Hier stimmen wir Lösungsmöglichkeiten gemeinsam mit der Straßenverkehrsstelle, der Verkehrsplanung und der Polizei ab. Anschließend werden wir bei einem Ortstermin das Ergebnis dieser Sitzung vorstellen.“