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| 20:29 Uhr

Frauenhandball
Angriffslustige Handball-Damen des HSV

Spiel HSV Püttlingen gegen DJK Marpingen: Renata Szabo  (3 Püttlingen) hat geworfen, der Ball pfeift über Carolin Wegmann (75), Lea Helle (9), Michelle Hartz (89) und Anna Bermann hinweg.     
Spiel HSV Püttlingen gegen DJK Marpingen: Renata Szabo  (3 Püttlingen) hat geworfen, der Ball pfeift über Carolin Wegmann (75), Lea Helle (9), Michelle Hartz (89) und Anna Bermann hinweg.      FOTO: Klos Horst
Püttlingen. Renata Szabo avancierte mit 73 Toren in zwölf Partien zur Toptorschützin des Püttlinger Oberliga-Teams. Von Mirko Reuther

Die Damen vom HSV Püttlingen spielen in der Handball-Oberliga eine ordentliche Runde und überwintern auf Rang sieben. Weil der HSV zwei Spiele weniger ausgetragen hat als die Konkurrenz, könnte die Mannschaft aus eigener Kraft nach Punkten noch mit dem Saar-Rivalen und Tabellenvierten HSG DJK Marpingen/SC Alsweiler gleichziehen.

Vor der Saison gab es beim HSV durchaus offene Fragen. Wie würde die Mannschaft das Karriereende seiner Spitzenspielerin Aleksandra Jelicic verkraften? Die gebürtige Serbin, die den Handball im Saarland fast zwei Jahrzehnte lang prägte, ist seit dieser Saison nur noch als Schiedsrichterin aktiv.

Auch der Weggang von Michelle Hartz schmerzte den HSV. Die 18-Jährige ist eines der größten saarländischen Talente. Sie schloss sich ausgerechnet dem lokalen Ligakonkurrenten Marpingen/Alsweiler an. Auch Sabine Müller, Katharina Dynus und Karoline Bittern standen Püttlingen seit dieser Runde nicht mehr zur Verfügung.

Die Neuzugänge waren unbeschriebene Blätter. Nathalie Wagner kam aus der Bezirksliga von der HSG Fraulautern/Überherrn, Anna Boßmann aus dem eigenen Nachwuchs und Renata Szabo aus der zweiten Liga Ungarns.

Bereits am ersten Spieltag konnte Püttlingen aber viele Zweifel zerstreuen. Im Saar-Derby gegen Marpingen/Alsweiler gewann Püttlingen zum Saisonauftakt auswärts mit 22:21. Nur wenige Tage später lieferte der HSV in der ersten Runde des deutschen Handballpokals auch dem Drittligisten SG Bietigheim II einen phänomenalen Kampf. Püttlingen holte gegen den klassenhöheren Verein einen Neun-Tore-Rückstand auf und musste sich nur knapp geschlagen geben (27:29).

Als der HSV am folgenden Spieltag die HSG Wittlich mit 33:24 aus der Püttlinger Trimmtreff-Halle fegte, war der Saisonstart gelungen. Im Anschluss zeigte sich aber, dass es für die Mannschaft schwer werden würde, Platz vier aus der Vorsaison zu wiederholen. Püttlingen verlor die nächsten beiden Spiele, bis Mitte Oktober wechselten sich anschließend Sieg und Niederlage stetig ab. Ab dem achten Spieltag drehten die Püttlingerinnen aber mächtig auf. Der HSV gewann hintereinander gegen die TG Waldsee (32:28), die DJK MJC Trier (22:20) und in einem echten Handballkrimi gegen die VTV Mundenheim (27:26).

Zwar unterlag die Mannschaft anschließend beim Meisterschaftsaspiranten FSV Mainz 05/Budenheim mit 20:27. Am folgenden Spieltag zeigte die Mannschaft im Auswärtsspiel bei der hoch eingeschätzten TG Osthofen trotz Personalproblemen aber die beste Saisonleistung und siegte mit 28:23.

„Ich lobe die Mannschaft ja nicht so oft. Aber heute hatten wir nur zwei Spielerinnen auf der Auswechselbank und haben eine knifflige Aufgabe gegen einen körperlich sehr starken Gegner souverän gelöst“, sagte Trainer Hans-Werner Müller.

Auch seine Neuzugänge überzeugten. Nathalie Wagner fand sich auf Anhieb in der höheren Spielklasse zurecht. Renata Szabo avancierte mit 73 Toren in zwölf Partien sogar zur Toptorschützin der Mannschaft. Einen großen Wermutstropfen musste Püttlingen allerdings im letzten Spiel vor der Winterpause schlucken. Im Rückspiel gegen Marpingen/Alsweiler kassierte der HSV zu Hause die höchste Saisonniederlage. Püttlingen unterlag mit 10:19 und musste den Saar-Rivalen in der Tabelle vorbeiziehen lassen.

„Es ist nicht so richtig zu erklären, warum wir gegen Marpingen auswärts regelmäßig bessere Leistungen abrufen als zu Hause. Der Angriff war heute ein Totalausfall. Kein Durchsetzungsvermögen, keine Ideen, keine Konzentration“, monierte Müller. Zufrieden mit der Runde ist der Trainer dennoch: „Wir liegen im Soll Gerade wenn man bedenkt, dass wir sieben unserer zwölf Spiele auswärts bestritten haben. Außerdem sind wir im Vergleich zu Marpingen noch im Saarlandpokal vertreten und haben die Chance, uns wieder für den DHB-Pokal zu qualifizieren. Wir freuen uns auf die Winterpause, bringen ein bisschen Ruhe rein und werden im neuen Jahr wieder angreifen.“ Am 13. Januar startet für den HSV Püttlingen mit dem Auswärtsspiel bei der HSG Wittlich die Restrunde.