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Andrang auf Wertstoffhöfen und Grünschnittsammelstellen im Regionalverband

Andrang an den Grünschnitt-Annahmestellen : Die Kunden fahren mit großer Fracht vor

Sammelstellen wieder offen: Bürger nutzen in Scharen die Gelegenheit, Keller zu leeren und Grünschnitt loszuwerden.

Mark Rietz aus Auersmacher war am Mittwochnachmittag richtig erleichtert, als er endlich Hecken und Sträucher von seinem großen Grundstück auf der Grüngutsammelstelle abgeben konnte. „Da kam in den vergangenen vier Wochen so einiges zusammen. Ich werde noch einige Male mit meinem Anhänger fahren müssen, bis ich alles weg habe. Man hätte die Sammelstelle auch schon früher öffnen können. Hier läuft alles ohne Kontakt und mit großem Abstand ab“, sagte Rietz.

Es war ein entspannter erster Öffnungstag in der Grüngutsammelstelle der Gemeinde Kleinblittersdorf. Andrang und Staus blieben dort aus. Die Gemeindeverwaltung hatte zuvor festgelegt, dass mittwochs nur Bürger aus Auersmacher und Bliesransbach kommen dürfen, donnerstags dann die Kleinblittersdorfer, Sitterswalder und die Nutzer aus Rilchingen-Hanweiler.

Nach diesem System gingen mehrere Städte und Kommunen im Regionalverband vor, und es funktionierte so gut wie überall. In Sulzbach schien es allerdings, als hätten sich die Bürger abgesprochen, den Grünschnitt am frühen Mittwochmorgen wegzufahren.

Es gab einen langen Stau durch die Wiesenstraße und die Hühnerfelder Straße. Das Ordnungsamt und die Kommunale Dienstleistungs-Gesellschaft (KDI) waren mit zehn Mitarbeitern vor Ort.

„Es gab am Morgen den größten Andrang, doch das entschärfte sich im Laufe des Tages wieder. Insgesamt lief alles reibungslos ab“, sagte Klaus Gottfreund, der technische Leiter der KDI.

In Riegelsberg klappte die Sache mit dem Grünschnitt ganz gut. Die Menge wurde kontrolliert und das Geld dafür von den Kunden in eine dafür vorgesehen Box geworfen. „Wir haben das bewusst so gemacht, um Kontakt zu vermeiden“, erklärte Klaus Häusle, der Riegelsberger Bürgermeister.

Ganz anders sah die Situation im Wertstoffzentrum in Riegelsberg aus. Dort entledigen sich Bürger aus dem Köllertal in Scharen der Dinge, die sie mehr brauchten. Am Mittwochmittag bildete sich eine Schlage von mehreren hundert Metern Länge. Sie reichte über Kreuzungen hinweg und legte den Verkehr lahm. Ins Wertstoffzentrum durften immer nur fünf Autos gleichzeitig rein, und so betrug die Wartezeit weit mehr als eine Stunde.

Mark Rietz brachte das Ergebnis wochenlanger Gartenarbeit zur Grüngutsammelstelle der Gemeinde Kleinblittersdorf in Auersmacher. Er war froh, am Mittwoch endlich Hecken und Sträucher loszuwerden. Foto: Heiko Lehmann

Häusle sagte, Kunden seien sogar eine Stunde vor der Öffnung zum Wertstoffzentrum gekommen, um möglichst vorn in der Reihe zu stehen. „Wir müssen aber möglichst schnell etwas dagegen tun, dass der Verkehr in anderen Straßen nicht richtig funktioniert. Vielleicht ändern wir das System und vergeben Termine zur Entsorgung. Das werden wir in den kommenden Tagen entscheiden.“