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17-Jähriger zieht alle Register: Alkoholisiert und ohne Führerschein im gestohlenen Auto

17-Jähriger zieht alle Register : Alkoholisiert und ohne Führerschein im gestohlenen Auto

Die Liste der Vergehen ist lang: Ein 17-jähriger Jugendlicher wurde am frühen Morgen des 1. November in Burbach aus dem Verkehr gezogen, nachdem er bereits versucht hatte zu flüchten. Alkoholisiert, zu schnell ohne Führerschein und im gestohlenen Auto.

Wie die Polizei in Saarbrücken-Burbach mitteilte, wurden Beamte in der St. Johanner Straße in Saarbrücken auf einen weißen Pkw Renault Kangoo aufmerksam, der unbeleuchtet, mit überhöhter Geschwindigkeit und in unsicherer Fahrweise in Richtung Saarbrücken-Burbach fuhr. Nachdem der Fahrzeugführer auf alle Anhaltesignale des nunmehr verfolgenden Streifenwagens nicht reagiert hatte, konnte das Fahrzeug in der Breite Straße zunächst gestoppt werden. Beim Versuch der Polizeibeamten, den Fahrer einer Kontrolle zu unterziehen, fuhr dieser auf die Beamten zu, so dass diese zur Seite springen mussten, um nicht überfahren zu werden.

Im Verlaufe der weiteren Flucht überfuhr der Pkw den Kreisverkehr „Burbacher Stern“ in der Hochstraße geradeaus, wobei das Fahrzeug beschädigt wurde und erneut angehalten werden konnte. Als der Fahrer wieder versuchte mit dem verschlossenen Fahrzeug zu flüchten, schlugen die Beamten die Frontscheibe des Pkw ein, um den Fahrer an einer weiteren Flucht zu hindern. Wie die Polizei weiter mitteilte, leistete der alkoholisierte junge Mann, ein 17-jähriger Jugendlicher aus Annweiler am Trifels, Widerstand gegen die Polizeibeamten, wobei er sich leichte Verletzungen zuzog.

Wie sich herausstellte, hatte der junge Mann, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, den Pkw zuvor offensichtlich entwendet und zwischenzeitlich in der Innenstadt von Saarbrücken bereits einen Verkehrsunfall verursacht, wonach er sich unerlaubt von der Unfallstelle entfernt hatte. Nach Entnahme einer Blutprobe, die nach Angaben der Polizei den Grenzwert von 1,1 Promille überstieg, wurde der Jugendliche in die Obhut von Angehörigen übergeben. Ihn erwarten nun Strafverfahren wegen Pkw-Diebstahls, Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.