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Ölgemälde vom Feinsten: Alina Grasmann malt fotorealistisch und wie die alten Meister

Ölgemälde vom Feinsten : Alina Grasmann malt fotorealistisch und wie die alten Meister

() Alina Grasmann hat im letzten Jahr in Sulzbach sehr beeindruckt. Die Gemälde der Künstlerin aus München waren im Rahmen des Nachwuchswettbewerbs „Junge Kunst in der AULA“ des Kunstvereins Sulzbach zu sehen. Sie hatte zwar nicht gewonnen, die Verantwortlichen des Kunstvereins Sulzbach waren aber so angetan von ihrer Arbeit, dass sie ihr nun eine Einzelausstellung in der Aula widmen. Bei der Eröffnung lobte die promovierte Kunsthistorikerin Brigitte Quack dann auch die „technisch perfekten Ölgemälde“. Denn tatsächlich malt Alina Grasmann, die gerade erst im Februar ihr Diplom an der Akademie der Bildenden Künste München absolviert hat, mit Ölfarben in altmeisterlicher Manier. Auf sieben großen Gemälden und einigen kleinen Arbeiten zeigt sie fast schon fotorealistische Ansichten. Während das im letzten Jahr und auf sehr kleinem Format auch schon mal Katzen und Ausblicke waren, hat sie in diesem Jahr – und extra für die Ausstellung in Sulzbach angefertigt – große Formate gewählt. Hier zeigt sie Räume, meist groß und recht leer. Diese Serie „West of Eden“ ist entstanden, nachdem sie im letzten Jahr das Museum DIA Art Foundation in Beacon, Connetticut, besucht hat. „Das Museum ist in einer alten Fabrik untergebracht, die aus Ziegelsteinen erbaut wurde. Die Räume waren toll, sie haben mich sehr fasziniert. Und ich habe sie viel fotografiert. Aber die Ideen zu den Gemälden sind erst nach und nach entstanden“, erzählt sie bei der Ausstellungseröffnung.

() Alina Grasmann hat im letzten Jahr in Sulzbach sehr beeindruckt. Die Gemälde der Künstlerin aus München waren im Rahmen des Nachwuchswettbewerbs „Junge Kunst in der AULA“ des Kunstvereins Sulzbach zu sehen. Sie hatte zwar nicht gewonnen, die Verantwortlichen des Kunstvereins Sulzbach waren aber so angetan von ihrer Arbeit, dass sie ihr nun eine Einzelausstellung in der Aula widmen. Bei der Eröffnung lobte die promovierte Kunsthistorikerin Brigitte Quack dann auch die „technisch perfekten Ölgemälde“. Denn tatsächlich malt Alina Grasmann, die gerade erst im Februar ihr Diplom an der Akademie der Bildenden Künste München absolviert hat, mit Ölfarben in altmeisterlicher Manier. Auf sieben großen Gemälden und einigen kleinen Arbeiten zeigt sie fast schon fotorealistische Ansichten. Während das im letzten Jahr und auf sehr kleinem Format auch schon mal Katzen und Ausblicke waren, hat sie in diesem Jahr – und extra für die Ausstellung in Sulzbach angefertigt – große Formate gewählt. Hier zeigt sie Räume, meist groß und recht leer. Diese Serie „West of Eden“ ist entstanden, nachdem sie im letzten Jahr das Museum DIA Art Foundation in Beacon, Connetticut, besucht hat. „Das Museum ist in einer alten Fabrik untergebracht, die aus Ziegelsteinen erbaut wurde. Die Räume waren toll, sie haben mich sehr fasziniert. Und ich habe sie viel fotografiert. Aber die Ideen zu den Gemälden sind erst nach und nach entstanden“, erzählt sie bei der Ausstellungseröffnung. 

Die Architektur dieser Räume findet sich nun auf allen Gemälden der Serie wieder. Ganz genau, detailliert und mit viel Akribie malt Alina Grasmann die Räume mit ihren unterschiedlich bunten Ziegelsteinen, Jalusien, die Sprossenfenster aus Metall und sogar noch die Vegetation dahinter. In den Vordergrund setzt sie dagegen mal einen Tisch mit Früchten und Obst, dann leere Stühle, ein Wasserbassin samt Seerosen, oder aber sie legt eine Skuptur auf einen Divan. Oder man sieht Rotwild mitten in einem der Säle.

Das verwirrt zuerst, aber die Idee dahinter ist subtil und intelligent. „In dem Museum waren viele Skulpturen und Installationen. Ich wollte die Malerei in die Räume zurückbringen“, erklärt sie ihre Bildidee. Ein Gemälde eines berühmten Malers in diese Räume einzufügen war aber nicht das, was sie wollte. Stattdessen hat Alina Grasmann berühmte Gemälde oder deren Meister nur zitiert. So erinnert das Wasserbecken mit Seerosen an Claude Monet, das Rotwild stammt eigentlich von Lucas Cranach, und der üppige Früchtekorb erinnert an Frida Kahlo. All diesen Künstlern huldigt Alina Grasmann in dieser Serie. 

„out of eden“: Ausstellung von Alina Grasmann. Geöffnet bis 26. Juli in der Aula Sulzbach, Gärtnerstraße 12, von Mittwoch bis Freitag von 16 bis 18 Uhr und Sonntag von 14 bis 18 Uhr.