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Agentur für Arbeit im Saarland hilft bei Weiterbildung

Heusweiler : Agentur für Arbeit hilft bei Weiterbildung

Dank Qualifizierungschancengesetz gibt’s 2019 rund 27 Millionen Euro zur Arbeitnehmer-Förderung.

Der Wandel des Arbeitsmarktes stellt viele Unternehmen und ihre Mitarbeiter vor große Herausforderungen. Im Zuge dieses Wandels haben die Themen „Lebenslanges Lernen“ und Weiterbildung nochmals an Bedeutung gewonnen. Dieser Entwicklung hat das neue Qualifizierungschancengesetz Rechnung getragen, das seit dem 1. Januar dieses Jahres gilt.

„Wir befinden uns aktuell in einer Situation, in der wir einen massiven Bedarf an qualifizierten Fachkräften in verschiedensten Bereichen verzeichnen“, sagt Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit im Saarland. Die Möglichkeiten, Menschen bei ihrer beruflichen Weiterbildung zu unterstützen, hätten schon länger bestanden, seien jedoch durch das neue Gesetz nochmals erheblich verbessert worden. So stehe der Agentur für Arbeit im Saarland für das Jahr 2019 ein Betrag von 27 Millionen Euro zur Verfügung, um Weiterbildungsmaßnahmen zu fördern. In diesem Jahr flossen bisher in rund 400 Fällen Fördermittel. Im Vergleich zu 2018 ein Zuwachs von rund 30 Prozent.

„Das Qualifizierungschancengesetz gibt uns die Möglichkeit, die Arbeitnehmer noch mehr bei ihrer Weiterqualifizierung zu unterstützen“, fügt Haßdenteufel hinzu. Grundsätzlich stehe das Gesetz für alle Branchen offen. Der Fokus der Förderungen liege vor allem auf Bereichen, die besonders von Digitalisierung oder Strukturwandel betroffen sind. „Zudem sind Engpassberufe wie beispielsweise die Altenpflege ein Schwerpunkt“, sagt Haßdenteufel.

So wie im Fall von Daniela Contier aus Püttlingen. Die 35-Jährige hat im vergangenen Oktober eine Ausbildung zur Altenpflegerin begonnen und wird dabei mit Geld aus dem Qualifizierungschancengesetz unterstützt. Die gelernte Verkäuferin war vorher beim Pflegeteam Bauer in Heusweiler als Pflegehelferin beschäftigt. Die Inhaberin des Betriebs, Melanie Bauer, hatte sie dazu ermutigt, den Schritt in die Ausbildung zu gehen. „Ursprünglich hatte ich beruflich nichts mit der Pflege zu tun, habe aber schnell gemerkt, dass ich Spaß daran habe. Daher habe ich mit Unterstützung von Frau Bauer jetzt die Chance auf eine Ausbildung ergriffen“, sagt Daniela Contier.

Die Agentur für Arbeit übernimmt dabei sowohl Teile der Weiterbildungskosten als auch der Lohnkosten. Dennoch ist immer noch eine Unterstützung durch den Betrieb wichtig. „Die Fördermöglichkeiten sind begrüßenswert, jedoch könnte man in einigen Bereichen noch mehr tun“, ergänzt Melanie Bauer, die selbst ebenfalls bei ihrer Weiterbildung und ihrer Existenzgründung mit Fördergeld der Agentur für Arbeit unterstützt wurde.

Die möchte die Möglichkeiten zur Förderung noch mehr ins Blickfeld rücken. „Der Stellenwert der beruflichen Qualifikation ist enorm hoch und wird weiter steigen. Daher haben wir uns zum Ziel gesetzt, noch mehr Aufmerksamkeit für die Unterstützungsmöglichkeiten beim Thema berufliche Weiterbildung zu erreichen“, sagt Jürgen Haßdenteufel.