Sie strandeten 2022 im Saarland Afrikanische Studierende aus der Ukraine werden im Saarland jetzt zu Fachkräften in gesuchten Berufen

Saarbrücken · Auch Menschen aus Drittstaaten mussten vor dem Krieg in der Ukraine fliehen. Rund 40 Studierende aus afrikanischen Ländern strandeten 2022 im Saarland. Und hatten erst einmal keine Perspektive. Jetzt haben einige den Sprung in eine Ausbildung geschafft. Andere sind kurz davor.

 Keren Akrofi aus Ghana (links) und Nourelhouda Haddaji  aus Tunesien studierten Medizin in der Ukraine. Jetzt machen sie eine Ausbildung zur anästhesietechnischen Assistentin am Winterberg-Klinikum in Saarbrücken.

Keren Akrofi aus Ghana (links) und Nourelhouda Haddaji aus Tunesien studierten Medizin in der Ukraine. Jetzt machen sie eine Ausbildung zur anästhesietechnischen Assistentin am Winterberg-Klinikum in Saarbrücken.

Foto: Klinikum Winterberg

Sie kommen aus Ghana und Nigeria, Kamerun, Tunesien oder Marokko. Eigentlich wollten sie in der Ukraine studieren. Doch dann kam im Februar 2022 der Krieg – und aus diesen afrikanischen Studierenden wurden plötzlich Flüchtlinge, die in Deutschland Schutz suchten. Doch anders als die Ukrainer gab es für die ausländischen Studentinnen und Studenten aus der Ukraine in Deutschland keine unbürokratische Aufnahme und schon gar keine Aufenthaltsgenehmigung. Ihnen drohte die Abschiebung in ihre afrikanischen Heimatländer, obwohl auch sie vor dem Krieg aus der Ukraine geflohen waren und dort meist alles verloren hatten.