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Ärztekammer-Präsident warnt vor Shisa-Rauchen

Gesundheit : Ärztekammer-Präsident warnt vor Shisha-Rauchen

Der Präsident der Ärztekammer des Saarlandes, Dr. Josef Mischo, hat eindringlich vor dem Rauchen von Shisha-Pfeifen gewarnt. Der Gebrauch der Wasserpfeife sei nicht weniger schädlich als das Zigarettenrauchen, teilte Mischo mit.

Im Gegenteil. „Über den Rauch von Wasserpfeifen werden teilweise sogar größere Mengen an Schadstoffen aufgenommen als über filterlose Zigaretten. Das gilt insbesondere für Nikotin, aber auch für Teer und Kohlenmonoxid sowie für die Giftstoffe Arsen, Chrom und Nickel.“ Insgesamt enthalte Wasserpfeifen-Rauch mindestens 82 schädliche Substanzen. Darunter seien 27, die krebserregend sind oder im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Nach dem Rauchen einer Wasserpfeife sei die Nikotinkonzentration im Blut größer als nach dem Konsum von 20 Zigaretten in sieben Stunden. „Eine Shisha-Sitzung ist vergleichbar mit dem Konsum von zirka 100 Zigaretten“, erklärte Mischo.

 Der Präsident der Ärztekammer des Saarlandes, Dr. Josef Mischo
Der Präsident der Ärztekammer des Saarlandes, Dr. Josef Mischo Foto: Robby Lorenz

Durch die geringere Temperatur der Wasserpfeife werde das Rauchen zusätzlich erleichtert, denn durch die Kühlung könne der Rauch tiefer inhaliert werden, klärte Mischo auf. Tatsächlich verursache Wasserpfeifen-Rauchen jedoch etliche schwere Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und schwere chronische Atemwegserkrankungen wie die chronisch obstruktive Lungenerkrankung.

Auch das Passivrauchen dürfe nicht unterschätzt werden, warnte der Ärztekammer-Präsident. Sowohl durch den ausgeatmeten Rauch, der noch schädlicher ist als der von Zigaretten, als auch durch das vorhandene Kohlenmonoxid der glimmenenden Kohle werde die Raumluft massiv belastet. Zudem könne durch die gemeinsame Nutzung eines Mundstücks die Übertragung von Infektionskrankheiten wie Herpes oder Tuberkulose gefördert werden.