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Ärger über Falschparker am Saarbrücker Krankenhaus

Verkehrsproblem : Ärger über Falschparker am Krankenhaus

SZ-Leser appelliert an Stadt, sie solle in der Theodor-Heuss-Straße auf dem Weg zum Klinikum Saarbrücken mehr Strafzettel verteilen.

Über einen „unhaltbaren Zustand“ in der Theodor-Heuss-Straße – also in der Zufahrt zum Winterbergkrankenhaus (Klinikum Saarbrücken) – beschwert sich SZ-Leser Michael Vogel. Und er meint damit zahlreiche falsch geparkte Pkws. Die behindern – laut Vogel – Busse und sogar Rettungswagen.

Vogel versichert, er habe das Problem bereits zweimal Oberbürgermeisterin Charlotte Britz vorgetragen – zunächst bei einem persönlichen Gespräch, dann etwas später noch in einer E-Mail.

Diese Mail – sie datiert auf Samstag, 23. März – hat Vogel inzwischen auch an die SZ weitergeleitet. Darin schreibt er: „Am heutigen Montag parkten sage und schreibe 74 Autos im absoluten Halteverbot. Dies führte zu einem Blechschaden mit einem Linienbus (Zeitpunkt ca. 11 Uhr – Linie 108) und einer Verspätung von über einer halben Stunde!“ Die Saarbahn erklärt, sie wisse nichts von einem Unfall mit einem Bus der Linie 108 in der Theodor-Heuss-Straße in der Woche von Montag bis Samstag, 18. bis 23. März. Weiter schreibt Vogel in seiner Mail: „In Fahrtrichtung bergab wird täglich (außer am Wochenende) die Fahrspur im Bereich Orthopädie Kraus bis ca. 50 Meter oberhalb der Winterbergalm komplett zugeparkt. In der Regel handelt es sich um zwischen 60 und 80 widerrechtlich geparkte Pkw.“ Nach Angaben des Ordnungsamtes besteht auf dem genannten Straßenstück (bergab zwischen Orthopädie Kraus und der Winterbergalm) kein durchgehendes Parkverbot. Vielmehr ist auf diesem Abschnitt das Parken an zwei Stellen ausdrücklich erlaubt – die eine ist rund 200 Meter lang. Laut Vogel behindern die falsch geparkten Pkw besonders „Rettungsfahrzeuge und Linienbusse“. Vogel: „Erstgenannte sind oftmals gezwungen, den Gegenverkehr abzuwarten bzw. auf den Bürgersteig auszuweichen – mit Notfallpatienten im Auto – unglaublich!“

Ein Rettungswagenfahrer erklärte der SZ, er sei in zwanzig Jahren noch kein einziges Mal gezwungen gewesen in der Theodor-Heuss-Straße auf den Bürgersteig auszuweichen.

Vogel schlägt der Stadt vor, die Falschparker künftig konsequent zur Kasse zu bitten.  Er glaubt, die Stadt könne fürs „Parken an Engstellen“ in Verbindung mit der „Behinderung von Rettungsfahrzeugen“ jeweils 60 Euro Bußgeld pro Pkw verlangen und dafür sorgen, dass die Falschparker einen Punkt in Flensburg bekommen.

Sollte das Personal des städtischen Ordnungsamtes nicht reichen, um in der Theodor-Heuss-Straße täglich 60 Bußgelder à 60 Euro zu verlangen, dann – so schlägt Vogel vor – solle die Stadtverwaltung ruhig darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoll wäre, „zu Zeiten leerer Kassen die Aufgabe des Ordnungsamtes in diesem Segment outzusourcen.“

Die Stadt-Pressestelle bestätigte, dass Vogel seine Beschwerde bereits im März eingeschickt hatte. Laut Pressestelle antwortete ihm „wenige Tage später“ Bürgermeister Ralf Latz: „Im Bereich Winterberg und Theodor-Heuss-Straße ist uns die angespannte Parksituation auch wegen Rückmeldungen der Saarbahn bekannt. Dort finden regelmäßig Kontrollen statt. In einer Woche im März wurden nahezu 70 Verwarnungen wegen Parkvergehen ausgesprochen, darunter auch das Parken auf einem Behindertenparkplatz.“

Weiter berichtet die Pressestelle, das Ordnungsamt habe inzwischen „in diesem Bereich 125 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet – die letzte Kontrolle war am 11. Juni“.