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70 junge Menschen pflegen Gedenkstätte „Gestapo Lager Neue Bremm“

Nie vergessen : 70 junge Menschen pflegten die Gedenkstätte „Neue Bremm“

(red) Seit Jahrzehnten pflegen Jugendliche aus den Mitgliedsorganisationen des Landesjugendrings Saar die Gedenkstätte des ehemaligen Gestapo-Lagers „Neue Bremm“ in Saarbrücken. Unter dem Motto „Buddeln und Bilden“ halfen am vergangenen Samstag (10.

Oktober) 70 junge Teilnehmer, den Erinnerungsort in einem würdigen und anschaulichen Zustand zu erhalten. Diesmal waren auch 15 Jugendliche aus Luxemburg und Lothringen mit dabei.

Ziel der Aktion war nicht nur die Pflege der Gedenkstätte, sondern auch die Förderung einer lebendigen Erinnerungskultur durch und mit jungen Menschen, teilte der Veranstalter mit. In diesem Jahr geschah dies erstmals im Verbund des neuen Erinnerungsprojekts „Damit kein Gras drüber wächst“. So gab es für die jungen Teilnehmer ein breites Angebot, sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Mit Hörspielen, Filmen und Gesprächen mit Experten wurde ein Eindruck davon vermittelt, was es hieß, in unserer Region von den Nazis verfolgt zu werden. Schon in den vergangenen Jahren übernahmen Studierende des Fachs Geschichte der Universität Trier die Rundgänge mit den jungen Besuchern über die Gedenkstätte, um ihnen Einblicke in den Alltag der Gefangen im Lager zu vermitteln. Dieses Jahr kamen weitere Interessierte dazu, die sich im Rahmen einer zweitägigen Scout-Schulung ausbilden ließen und auch bei künftigen Workcamps zum Einsatz kommen sollen. Unterstützt wurden sie zudem von Horst Bernard, der die Geschichte des Gestapo-Lagers besonders intensiv erforscht hat und dazu viele Gespräche mit ehemaligen Häftlingen durchführte. Für ein bleibendes Zeichen sorgtte beim diesjährigen Workcamp der Glaskünstler Markus Hohlstein sorgen, der gemeinsam mit den Teilnehmern an einer Demokratie-Skulptur arbeitete.