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Tage der offenen Tür bei der Feuerwehr in Sulzbach-Altenwald
50 Kameraden waren im Einsatz

Bei den Tagen der offenen Tür der Feuerwehr in Altenwald gab es eine Übung mit befreundeten Wehren.
Bei den Tagen der offenen Tür der Feuerwehr in Altenwald gab es eine Übung mit befreundeten Wehren. FOTO: Iris Maria Maurer
Altenwald. Tage der offenen Tür bei der Feuerwehr in Altenwald mit Schauübungen und guter Unterhaltung.

Samstagnachmittag um 16.42 Uhr: In der Eisenbahnschachtanlage des Sulzbacher Stadtteils warten die Besucher der Tage der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Altenwald am Straßenrand auf den Start der Schauübung. Plötzlich heult die Sirene am Feuerwehrgerätehaus los. Einigen Kleinkindern ist das offensichtlich zu viel. „Boah, ist das laut“, ruft ein Mädchen zu seiner Mama und rennt mit anderen Kindern von der Straße weg an der Hüpfburg vorbei in Richtung Festzelt. Als der Signalton verstummt, kommen die Kleinen wieder zurück. Die Neugier ist doch stärker.



Berthold Stephan, der stellvertretende Löschbezirksführer, ist als Erster vor Ort. Der Brandmeister der Altenwalder koordiniert die gemeinsame Übung der Wehren aus Friedrichsthal, Sulzbach-Mitte, Altenwald, Dudweiler und Bildstock. Nach und nach treffen zügig die Einsatzwagen der verschiedenen Löschbezirke ein. Sulzbach, Dudweiler und Friedrichsthal haben ihre großen Fahrzeuge mit Drehleitern im Einsatz. Die werden nach und nach ausgefahren, die entsprechenden Schläuche angeschlossen und mit Wasser versorgt. Ein Feuerwehrmann im Korb oben zielt auf ein großes Gebäude. Das kühle Nass soll den angenommenen Brand auf einer gegenüberliegenden Industriehalle löschen. Auch der Lastwagen mit einem großen Containeraufbau auf dem dortigen Gelände bekommt einiges ab. Eine Mitarbeiterin der weiter vorne befindlichen Arztpraxis hat den Rollladen am Eingang schnell, genau wie die übrigen, bevor die Feuerwehr kam, heruntergezogen und sich zuvor ins Innere begeben. Denn das Wasser spritzt anfangs wegen des leicht aufkommenden Windes auch in andere Richtungen. „Wir haben rund 50 Kameraden im Einsatz“, beschreibt Christoph Six die Situation. Der Chef des Löschbezirks 3 verrät im SZ-Gespräch auch, dass die Altenwalder Wehr parallel zu einem tatsächlichen Einsatz muss. Eine Ölspur forderte die Floriansjünger um den Oberbrandmeister. „Davon hat jedoch niemand etwas mitbekommen“, sagt lächelnd Christoph Six, der auch stellvertretender Wehrführer der Stadt Sulzbach ist. Das alljährliche Fest ist so organisiert, dass der übliche Betrieb parallel dazu gewährleistet bleibt. Auch einen Tag später zeigen die Altenwalder, was sie draufhaben.

Am Sonntag sind bei der zweiten Übung zwei Pkw und ein Motorrad beteiligt. Die Jugendfeuerwehr der Gastgeber zeigt zudem mit dem Nachwuchs aus Neuweiler und Sulzbach-Mitte eine Löschübung.

Zwei Feuerwehrleute wurden samstags für 40 Jahre Zugehörigkeit geehrt. Michael Heimann und Klaus Kirchner erhielten von Thomas Quint, Vorsitzender des Feuerwehrverbandes im Regionalverband Saarbrücken, Urkunde und Ehrennadel für ihre Verdienste. Hans-Werner Zimmer, Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Sulzbach, warb anlässlich des 25-jährigen Bestehens für die Vereinigung. Die Altenwalder Wehr wird in diesem Jahr 140 Jahre alt. Darauf wies Mary-Rose Bramer, Erste Beigeordnete der Stadt Sulzbach, in ihrer Begrüßung hin. 60 Aktive, inklusive Jugend, hat der Löschbezirk. Das seien nur zehn Mitglieder weniger als bei der Gründung, meinte Bramer. Die Stadt wisse sich hier in guten Händen, so die Beigeordnete.

Das zeigte sich auch beim Unterhaltungsprogramm. Am Samstagabend sorgten traditionell „Nino meets Angelo“ für Stimmung hinter dem Feuerwehrgerätehaus. Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Sulzbach gab am Sonntagmittag Kostproben seines Könnens. Am Morgen schon hatte ein evangelischer Feldgottesdienst stattgefunden.