1. Saarland
  2. Saarbrücken

37 Suizide hinter Gittern im Saarland seit dem Jahr 2000

Seit dem Jahr 2000 : 37 Suizide hinter Gittern im Saarland

Im Saarland haben sich seit dem Jahr 2000 hinter Gittern 37 Menschen das Leben genommen. 36 setzten ihrem Leben in Justizvollzugsanstalten ein Ende, einer im Polizeigewahrsam.

Dies geht aus einer Antwort der saarländischen Landesregierung auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Dennis Lander (Linke) hervor. Eines natürlichen Todes starben im gleichen Zeitraum 23 Personen während der Haft oder im Gewahrsam. Von den 37 Selbsttötungen entfallen nur sieben auf Personen, die länger als ein Jahr in Haft waren.

Im Saarland gab es Anfang dieses Jahres 641 männliche Strafgefangene und 185 Untersuchungsgefangene in den Haftanstalten Saarbrücken und Ottweiler. 66 weibliche Gefangene waren in Zweibrücken (Rheinland-Pfalz) untergebracht. Um die Gefangenen im Saarland kümmern sich den Angaben der Regierung zufolge zwei beamtete Ärzte sowie externe Ärzte, beispielsweise Augen- oder Zahnärzte. Zudem seien 13 Psychologen in den Anstalten beschäftigt. In qualitativer Hinsicht entspreche das „dem Standard der gesetzlichen Krankenversicherung“.

Innerhalb von 20 Jahren wurden bundesweit in Gefängnissen fast 1400 Suizide registriert. Das geht aus einer Statistik des Bundesamts für Justiz für die Jahre 1998 bis 2017 hervor.

(dpa)