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Land und Wissenschaftsrat
37 Millionen Euro teurer Neubau für Saar-Uni

Das Zentrum für Biophysik soll die Forschungs- und Ausbildungsstrukturen des SFB ergänzen und über das Ende seiner  Laufzeit hinaus verlängern.
Das Zentrum für Biophysik soll die Forschungs- und Ausbildungsstrukturen des SFB ergänzen und über das Ende seiner Laufzeit hinaus verlängern. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken . Die Universität des Saarlands erhält einen 37 Millionen Euro teuren Neubau. Im neuen Forschungsgebäude auf dem Campus in Saarbrücken sollen die wissenschaftlichen Aktivitäten der Biophysik zusammengefasst werden. Von Peter Bylda
Peter Bylda

Das hat der Wissenschaftsrat – er ist der wichtigste Ratgeber des Bundes und der Länder in Hochschulfragen – in seiner jüngsten Sitzung entschieden. Wenn auch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern in ihrer Juni-Sitzung zustimmt, werde der Neubau bis zum Jahr 2023 auf dem Saarbrücker Campus hochgezogen, erklärt die Saar-Universität. Für den Neubau sollen die Praktikumsgebäude der Pharmazie C 2.1 und C 2.2 abgerissen werden. Für sie sei ein weiterer Neubau geplant. Das neue Domizil der Biophysik soll jeweils zur Hälfte vom Saarland und Bund finanziert werden.


Unipräsident Manfred Schmitt freut sich über die Empfehlung. Sie sei „ein großartiger Erfolg für den Campus Saarbrücken sowie für die Universität insgesamt“. Für Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) ist die Bereitschaft des Landes, die Hälfte der Kosten zu tragen, auch ein Signal, „dass die Landesregierung die Leistungen der Universität in Forschung und Lehre würdigt und große Anstrengungen unternimmt, diese baulich zu flankieren.“

Im Mittelpunkt des Zentrums für Biophysik steht der vor kurzem verlängerte Sonderforschungsbereich (SFB) „Physikalische Modellierung von Nicht-Gleichgewichtsprozessen in biologischen Systemen“. In diesem Forschungsverbund nehmen Wissenschaftler der Saar-Universität den wichtigsten Baustein des Lebens unter die Lupe: die Körperzelle. Ihr Ziel ist ein physikalisches Modell, das zentrale Funktionen einer Zelle mathematisch präzise beschreibt, so der Sprecher des Sonderforschungsbereichs, der Physik-Professor Heiko Rieger. „Wir werden viele Prozesse in unserem Körper besser verstehen, wenn wir wissen, welche Physik dahintersteckt.“ Die Experten der Saar-Uni wollen unter anderem das menschliche Immunsystem besser kennenlernen.



Das Zentrum für Biophysik soll die Forschungs- und Ausbildungsstrukturen des SFB ergänzen und über das Ende seiner Laufzeit hinaus verlängern. Im 3800 Quadratmeter großen Neubau werden neun Arbeitsgruppen mit insgesamt rund 120 Personen unterkommen, kündigt die Saar-Universität an.