3,8 Millionen für Alt-Saarbrücker ATSV-Halle und Sportanlagen ringsum

Sportplätze : 3,8 Millionen für die ATSV-Halle und die Sportanlagen ringsum

Die komplette Sportanlage des ATSV Saarbrücken samt der Halle soll in den kommenden Monaten mit Hilfe von Bundesmitteln in Höhe von knapp 3,5 Millionen aus dem Förderprogramm für Kultur, Sport und Jugend umgebaut und saniert werden.

Mit dem Eigenanteil der Stadt Saarbrücken in Höhe von zehn Prozent stehen etwa 3,8 Millionen Euro für den Umbau zur Verfügung. Im kommenden März sollen die ersten Arbeiten beginnen.

Zeit also für Sportamtsleiter Toni Bender, zusammen mit dem ATSV-Vorsitzenden Stephan Schaeidt die Anwohner zu informieren, und mögliche Anregungen noch in die Pläne einarbeiten zu lassen. Zunächst aber erläuterten sie vor knapp 50 Interessierten die Historie des Projektes: Schon 2014 hatte sich die Stadt mit ihren Plänen um Geld aus dem Förderprogramm beworben, so Bender: „Doch leider sind wir nicht zum Zuge gekommen.“ Dafür aber bei der Neuauflage 2016, bei der sich die Fördergeber aus der riesigen Anzahl der Bewerbungen aus dem ersten Zyklus bedient hätten und allenfalls Aktualisierungen akzeptiert hätten.

Auch Saarbrücken habe umformulieren müssen, wie Bender sagt, denn im Ursprungsvorhaben war die Skateranlage im Bürgerpark Teil des Projekts: „Die haben wir aber inzwischen anders finanziert.“

Die geringste Veränderung erfährt der hintere Rasenplatz. Er wird auf das nach den internationalen Fußballregeln geltende Mindestmaß verkleinert, damit für ein Beach-Volleyballfeld und das Kleinspielfeld zwischen den beiden verbliebenen der einst drei Fußballplätze mehr Platz übrig bleibt. Denn das soll Multifunktionsspielfeld für Kleinfeldfußball, Basketball und weitere Sportarten werden. Der Bodenbelag wird aus Kunststoff sein, ebenso wie die Laufbahn um das an der Halle liegende Spielfeld. Vier 400-Meter-Rundbahnen, sechs Bahnen auf der Sprintgeraden, und alles für die leichtathletischen Disziplinen. In der Mitte, wo auch die Sektoren für die Wurfdisziplinen liegen, wird ein zweiter Rasenplatz entstehen.

Dass damit kein winterfester Platz mehr zur Verfügung steht, stört offenbar nicht. „Dann könnte man ja vielleicht auf den Sportplatz Folsterhöhe ausweichen“, so Benders Vorschlag. Keineswegs soll vom Vorhaben nur der ATSV Saarbrücken mit seinen rund 1700 Mitgliedern profitieren, wie Bürgermeister Ralf Latz betont. Vor allem mit dem Multifunktionsspielfeld sollen laut Bender auch nicht vereinsgebundene Sportler angesprochen werden. Zum Beispiel am Franzenbrunnen und direkt nebenan auf dem Gelände des einstigen dritten Sportplatzes seien attraktive Wohngebiete enstanden, auch Folsterhöhe und Moltkestraße gehörten zum Einzugsgebiet.

Die Bürger hätten gerne die Parkproblematik rund um die Halle gelöst. Das hat aber nichts mit dem Projekt zu tun, so Bender. Weiter interessierten die Beeinträchtigungen, welche die Baustelle mit sich bringt. Dazu will die Stadt jederzeit aktuell informieren.

Hartnäckig hielt sich auch die Sorge, der hintere Rasenplatz könnte einem weiteren Neubaugebiet weichen. Das sei derzeit nicht geplant, so Bender. Zwei Rasenplätze, Möglichkeiten für die Lauf-, Wurf- und Sprungdisziplinen der Leichtathletik auf Kunststoffboden mit zwei Sandsprungruben, ein Multifuntionsspielfeld mit Kunstoffboden und ein Beachvolleyballfeld sollen die künftige Außenanlage der Sportanlage am Alt-Saarbrücker Lulustein bilden.

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