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Arbeitsmarkt
29 893 Menschen suchen Arbeit

Viele Baufirmen suchten im vorigen Monat Verstärkung. Das schlug sich in der Stellenstatistik der Agentur für Arbeit nieder.
Viele Baufirmen suchten im vorigen Monat Verstärkung. Das schlug sich in der Stellenstatistik der Agentur für Arbeit nieder. FOTO: picture alliance / dpa / Frank Leonhardt
Regionalverband. Arbeitsagentur und Jobcenter hatten im Februar  aus der Region rund offene 3300 Stellen im Angebot.

Die Agentur für Arbeit legte am Mittwoch die Arbeitslosenzahlen für den Regionalverband vor. Demnach galten 15 908 Menschen gemäß der Agenturdefinition im vorigen Monat als arbeitslos, 68 weniger als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Arbeitslosenzahl um 39. Die Quote lag bei 9,3, im Vorjahr bei 9,6 Prozent. Die Zahl aller Arbeitssuchenden stieg um 57 auf 29 893. Zu den Arbeitssuchenden gehören neben den rund 15 900 Arbeitslosen – bei Agentur und Jobcenter gemeldete Personen einschließlich der Langzeitarbeitslosen – unter anderem Menschen, die voraussichtlich nur kurz krank sind, Personen, die mehr als geringfügig beschäftigt sind und so wenig verdienen, dass ihnen das Jobcenter den Lohn aufstockt, sowie Beschäftigte oder Selbständige auf Stellensuche.


Mit 9,3 Prozent ist die Arbeitslosenquote im Regionalverband die höchste im Land. Die niedrigste Quote hat der Kreis St. Wendel (3,5 Prozent), gefolgt von Merzig-Wadern (4,6 Prozent), Saarlouis (5,1 Prozent), dem Saarpfalz-Kreis (5,3 Prozent) und dem Kreis Neunkirchen (7,4 Prozent).

Die Agentur geht wegen einer „regen Nachfrage“ nach neuen Mitarbeitern davon aus, dass gut qualifizierte Fachkräfte „gute Beschäftigungschancen“ haben. Wer Fachwissen besitzt, habe höhere Chancen auf Integration und viel bessere Perspektiven als jemand, der nur auf Helferniveau arbeiten kann. Deshalb habe die Agentur für Weiterbildungen im Regionalverband dieses Jahr 9,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar um 24 auf 3679 gestiegen, das waren 266 weniger als vor einem Jahr. Im aktuellen Monat waren 2198 Männer und 1481 Frauen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr ist bei den Männern ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 9,0 Prozent, bei den Frauen lediglich um 3,2 Prozent festzustellen.

Bei den in der Arbeitsagentur gemeldeten Menschen waren 361 unter 25 Jahre alt, das waren 31 mehr als im Januar, jedoch ein Viertel weniger als im Februar des Vorjahres. 1441 Arbeitslose waren mindestens 50 Jahre alt, elf weniger als im Januar, 53 weniger als vor einem Jahr.



Die beim Jobcenter des Regionalverbandes registrierte Arbeitslosenzahl sank im Februar um 92 auf 12 229. Damit lag sie um 227 über dem Vorjahreswert. 5178 Frauen und 7051 Männer waren im aktuellen Monat arbeitslos gemeldet. Bei den Frauen  sank die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 36, bei den Männern stieg sie um 263.

Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im Februar bei 956. Sie ist gegenüber dem Vorjahr um fast ein Fünftel gestiegen. 3236 Arbeitslose waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl sank gegenüber dem Vorjahr um 24.

Weniger als die Hälfte der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen ist ein Jahr und länger registriert. Mit 5514 beträgt ihr Anteil an allen Arbeitslosen 45,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein kleiner Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit (plus acht).

Die Unterbeschäftigung lag im Regionalverband im Februar mit 23 888 Betroffenen um 1195 unter dem Vorjahresniveau. Zu den Unterbeschäftigten gehörten außer den 15 908 Arbeitslosen weitere 7980 Männer und Frauen. Sie sind nach Agenturdefinition nicht arbeitslos, weil sie entweder an einer Fördermaßnahme teilnahmen oder einen „arbeitsmarktbedingten Sonderstatus“ hatten. Darunter waren zum Beispiel 2180 Flüchtlinge in einer Fördermaßnahme.

Im Februar meldeten Firmen aus der Region offene 1083 Stellen, 11,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 3334 sind noch zu haben. Besonders viele Angebote gibt es in der Zeitarbeit, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie bei freiberuflichen, wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungen. Auch das verarbeitende Gewerbe, das Baugewerbe, der öffentliche Dienst, der Logistiksektor, der Bereich Erziehung und Unterricht sowie das Gastgewerbe haben Bedarf.