227 000 Gäste kamen 2019 in die Saarbrücker Freibädern

Bilanz 2019 : 227 000 Gäste in Saarbrücker Freibädern

Am beliebtesten ist das Totobad. Die Stadtwerke Bäder GmbH erklärt, ihr Sicherheitskonzept habe sich bewährt.

Trotz Rekordhitze im Juni, Juli und August melden die Saarbrücker Bäder für die Saison 2019 keinen neuen Besucherrekord. Nach Angaben der Stadtwerke Bäder GmbH lagen die Besucherzahlen „auf Vorjahresniveau“.

Insgesamt besuchten von Mitte Mai bis Anfang September rund 227 000 kleine und große Schwimmer die Saarbrücker Bäder. Das sind nur rund 1000 Badegäste mehr als im Vorjahr.

„Die Zahlen sind aber nur bedingt miteinander zu vergleichen“, gibt Gabriele Scharenberg-Fischer, Geschäftsführerin der Bädergesellschaft, zu bedenken. 2018 musste das Kombibad Fechingen kurz nach dem Beginn der Freibadsaison wegen erheblicher Unwetter-Schäden schließen. Insgesamt, so versichert Scharenberg-Fischer, sei die Bädergesellschaft mit der Bilanz 2019 aber zufrieden.

Bester Monat der Saison 2019 war demnach der Juni – sowohl fürs Totobad auf dem Schwarzenberg, als auch für die Kombibäder Altenkessel und Fechingen sowie das Freibad Dudweiler. Der Juni brachte allen Bädern zusammen insgesamt rund 100 000 Besucher.

Am vollsten waren die Bäder am 30. Juni. An diesem Tag kamen insgesamt 14 500 Besucher. Der Tag mit den wenigsten Badegästen war der 20. Mai, an dem nur 163 Unerschütterliche den Weg ins Bad fanden.

Ungeschlagener Spitzenreiter unter den Saarbrücker Bädern ist und bleibt auch 2019 das Schwarzenbergbad (Totobad) mit insgesamt rund 95 000 Besuchern (allein im Juni 46 000). Auf Platz zwei folgt das Fechinger Bad mit 64 000 Besuchern (Juni 26 000). Auf Platz drei liegt das Dudweiler Freibad mit 40 000 Besuchern (Juni 18 000) und Platz vier geht an das Alsbachbad mit 28 000 Besuchern (Juni 11 000). In den vergangenen zehn Jahren hatten die Saarbrücker Bäder, laut Bädergesellschaft, durchschnittlich insgesamt 275 000 Badegäste pro Jahr. Die große Ausnahme war 2013 mit insgesamt rund 330 000 Besuchern.

Die bundesweite öffentliche Diskussion über die Sicherheit in Freibädern war ein Grund dafür, dass die Saarbrücker Bäder im Juli 2019 trotz der Hitze insgesamt nur 72 000 Besucher hatten – glaubt Scharenberg-Fischer: „Ob Berlin, Düsseldorf oder Stuttgart, bundesweit kam es häufiger zu teils heftigen Auseinandersetzungen und sogar Handgreiflichkeiten in den Freibädern.“

In den Saarbrücker Bädern habe es solche Vorkommnisse nicht gegeben. Scharenberg-Fischer: „Unser Sicherheitskonzept hat sich bewährt. Je nach Besucheraufkommen wird unser ohnehin gut ausgebildetes Team von bis zu sechs zusätzlichen Sicherheitskräften unterstützt. Die Kosten belaufen sich auf bis zu 15 000 Euro.“ Das Saarbrücker Bäder-Personal gehe konsequent gegen gewaltbereite Besucher vor.

Die Polizei kam 2019 nur ein einziges Mal und zwar ins Schwarzenbergbad – am Donnerstag, 27. Juni, – nachdem dort ein Unbekannter vom Turm  auf einen Schwimmer gesprungen war, ihn schwer verletzte und dann abhaute, ohne zu helfen (wir berichteten).

Im Schwarzenbergbad, im Dudweiler Freibad und im Fechinger Außenbereich endete die Freibadsaison gestern, Sonntag, 8. September. Die Hallenbäder in Fechingen, Dudweiler und Altenkessel stehen ab Dienstag, 10. September, zu den gewohnten Winteröffnungszeiten zur Verfügung.

www.saarbruecker-baeder.de

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