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200 Angebote sollen Kinder und Jugendliche in den Ferien beschäftigen

Spaß für die Kinder, Entlastung für die Eltern : Kinderprogramm für den Corona-Sommer

Um Eltern zu entlasten, bietet das Land einen millionenschweren „Rettungsschirm Ferienbetreuung“ an.

In weniger als drei Wochen beginnen die Sommerferien und viele Eltern werden wieder vor der Frage stehen, wer sich um den Nachwuchs kümmern soll. Zahlreiche – wenn auch nicht alle – Ferienfreizeiten wurden schon frühzeitig abgesagt. Abhilfe schaffen will nun das saarländische Umweltministerium. In Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium und außerschulischen Bildungspartnern hat die Behörde von Umweltminister Reinhold Jost (SPD) ein Ferienprogramm auf die Beine gestellt. Umwelt-Staatssekretär Sebastian Thul (SPD) hat das Konzept am Donnerstagmittag in Saarbrücken vorgestellt.

Dieses Programm mit dem Namen „Rettungsschirm Ferienbetreuung“ soll bestehende Ferienangebote ergänzen, erklärte Thul. Es kann unter umwelt.saarland.de abgerufen werden. Bei den Angeboten sollen Kinder und Jugendliche während der Ferien nach Worten des Staatssekretärs nicht nur betreut werden, sondern auch etwas über nachhaltige Entwicklung lernen. Ein besonderes Anliegen sei es dabei auch gewesen, dass die Angebote allesamt kostenlos sind. Die Bildungspartner – darunter der Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland (NES) – bekommen dafür Geld vom Land. „Wir haben für dieses Ferienprogramm im Nachtragshaushalt eine Million Euro bereit gestellt“, so Thul.

In kurzer Zeit haben Horst Cürette und Lucie Freis-Welsch, beide Mitarbeiter des Umweltministeriums, das Programm aus dem Boden gestampft. Bei Bildungsanbietern, Vereinen und Verbänden hätten sie mit diesem Vorhaben offene Türen eingerannt. Auf der Internetseite des Umweltministeriums sollen sich Eltern einen Überblick über das Ferienprogramm verschaffen können. Diese Übersicht soll auch ständig aktualisiert werden. Horst Cürette schätzt, dass bis Ende der Ferien rund 200 Angebote für je 15 Kinder durchgeführt werden können. Das Programm soll sich an 6- bis 18-Jährige richten. Und der „Rettungsschirm Ferienbetreuung“ soll auch nach dem Sommer nicht geschlossen werden, verspricht Thul. Ähnliche Angebote könne es auch in den Herbst- und Winterferien geben, erklärte der Staatssekretär.

Ansprechpartner für Eltern, die ihr Kind für eines der Ferienangebote anmelden möchten, sind das Landesjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Saarland für alle Angebote im Regionalverband Saarbrücken und in den Landkreisen Neunkirchen und Saar-Pfalz sowie die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Saarlouis für alle Angebote in den Landkreises Saarlouis, Merzig-Wadern und St. Wendel.

Infos und Anmeldung: Für das Südsaarland: Awo-Landesjugendwerk, Stephanie Buchheit, Tel. (0 68 98) 8 50 94 17, E-Mail: stephanie.buchheit@jugendwerk-saar.de. Für das Nordsaarland: KEB Saarlouis, Gerhard Alt, Tel. (06831) 760241, E-Mail: gerhard.alt@keb-dillingen.de.