1. FC Riegelsberg Favorit beim 17. Volksbanken-Frauen-Masters in Saarbrücken

Frauen-Masters : Sieben Außenseiter gegen die Übermacht

Der TuS Jägersfreude richtet das Frauen-Masters in Saarbrücken aus. Favorit ist Titelverteidiger 1. FC Riegelsberg. Der FFC Dudweiler nimmt zum achten Mal in Folge am Endturnier teil, der SC Falscheid zum ersten Mal überhaupt.

Ein Topfavorit und sieben Außenseiter: Beim 17. Volksbanken-Frauen-Masters an diesem Sonntag, 17. Februar, in der Multifunktionshalle der Saarbrücker Hermann-Neuberger-Sportschule wäre alles andere als ein erneuter Erfolg des 1. FC Riegelsberg eine Überraschung. Der Regionalligist gewann im Vorjahr erstmals den Titel. Und der klassenhöchste Masters-Teilnehmer war jetzt in der Qualifikation mit fünf Turniererfolgen bei fünf Teilnahmen erneut die dominierende Hallenmannschaft.

Der Titelverteidiger bekommt es in Gruppe B mit Verbandsligist SV Dirmingen und den Bezirksligisten SV Göttelborn II und SV Oberwürzbach zu tun. Riegelsbergs Spielertrainerin Melanie Klein hat nach zehn Masters-Triumphen als Spielerin erstmals die Möglichkeit, auch als Übungsleiterin den Titel zu holen. „Das Masters ist ein Höhepunkt im saarländischen Frauenfußball“, sagt Klein: „Bei uns sind alle im Umfeld heiß auf das Turnier. Wir werden extra gemeinsam mit dem Bus anreisen und dürfen uns auf große Unterstützung von den Rängen freuen. Ich denke, das wird bei den anderen Vereinen aber nicht anders sein.“

Ein Höhepunkt ist das Endturnier auch für den SV Oberwürzbach, der sich erstmals fürs Endturnier qualifiziert hat. „Wir sind als Tabellenachter der Qualifikation gerade so reingerutscht“, sagt der Vorsitzende Peter Weidmann. Sein Club werde nun versuchen, aus dem Tag einen Festtag zu machen: „Wir werden das Ganze einfach genießen. Morgens treffen wir uns zum Frühstück. Dann werden wir unsere Frauen beim Turnier unterstützen und hinterher zusammen zu Abend essen.“ Oberwürzbachs Spielertrainerin Diana Fröhlich glaubt, dass die Halbfinal-Teilnahme möglich ist.

Darauf hoffen in Gruppe A vier Mannschaften, die in der Verbandsliga die Ränge vier bis sieben einnehmen. Als Zweiter der Masters-Qualifikation hat der Verbandsliga-Vierte FC Niederkirchen wohl die besten Karten. Niederkirchens Vorsitzender Arno Morgenstern sagt: „Es wäre natürlich toll, wenn wir es ins Halbfinale schaffen. Die Qualifikation ist ja super gelaufen.“

„Das sind alles 50/50-Spiele“, erklärt Dirk Dattge, Trainer des Verbandsliga-Fünften SG Bliesmengen-Bolchen. Er sieht den Faktor Nervosität bei seiner Mannschaft als größtes Hindernis für ein gutes Abschneiden. Die war 2018 entscheidend für das Vorrunden-Aus.

Lampenfieber sollte für den Verbandsliga-Sechsten FFC Dudweiler kein Thema sein – die Mannschaft um die beste Spielerin des Masters-Endturniers 2017, Josephine Roos, ist zum achten Mal in Folge dabei. Eine Premiere erwartet dagegen den SC Falscheid. „Für den Verein ist das natürlich eine sehr schöne Sache“, sagt Trainer Tino Bettscheider: „Die Mannschaft wollte sich unbedingt für das Masters qualifizieren – und hat das mit Bravour geschafft. Was für uns drin ist, kann ich nicht genau abschätzen. Ich sehe mit dem 1. FC Riegelsberg eine Übermannschaft, die unter normalen Umständen gewinnen wird. Dahinter liegen fast alle auf Augenhöhe.“

Ausrichter des Masters-Endturniers ist der TuS Jägersfreude, der mit mehr als 50 Helfern im Einsatz sein wird.

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