Leiche wurde obduziert Vermisster Mathis W. (5) aus Saarbrücken ist tot – Obduktionsergebnis ist da

Update | Saarbrücken · Eine Woche lang war der kleine Mathis W. vermisst – am Montagmorgen wurde er tot in der Saar gefunden. Nun liegt das Obduktionsergebnis vor.

Mathis W. wurde aus der Saar geborgen.

Mathis W. wurde aus der Saar geborgen.

Foto: BeckerBredel

Update vom 10. Oktober: Am Mittwoch soll in Saarbrücken eine Gedenkveranstaltung für Mathis W. (5) stattfinden. Los geht es um 17 Uhr auf den Saarwiesen am Staatstheater. Die Stadt Saarbrücken hat außerdem im Rathaus ein Kondolenzbuch für den in der Saar ertrunkenen Jungen ausgelegt.

Ursprungsmeldung vom 9. Oktober: Hoffnung gab es noch, aber sie wurde doch von Tag zu Tag weniger. Am Montagmorgen ist der seit einer Woche vermisste Fünfjährige Mathis W. tot aus der Saar geborgen worden – am Leinpfad in Saarbrücken, gegenüber der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW). Gegen 8.20 Uhr hatte sich eine Frau bei der Polizei Saarbrücken gemeldet, „weil sie einen leblosen Körper gesehen hat, der in der Saar treibt“, erklärt Falk Hasenberg, Pressesprecher im Landespolizeipräsidium Saarbrücken. Sofort sei man „zum Ort gefahren, unter anderem mit Wasserschutzpolizei und Einsatzkräften, die schon die ganze Woche in die Suchmaßnahmen eingebunden waren“. Mit dabei war auch die Taucherstaffel, „die grundsätzlich für die Bergung von Personen aus Wasser zuständig ist“.

Das Obduktionsergebnis ist da

Nach der Bergung des Körpers habe die Polizei Mathis W. identifiziert, dessen Eltern „so schonend wie möglich informiert und sofort eine Betreuung durch Notfallseelsorger organisiert“.

Der Fünfjährige wurde in die Rechtsmedizin in Homburg gebracht, wo die Obduktion durchgeführt wurde. Das Ergebnis steht nun fest: Wie die Polizei mitteilt, ist Mathis ertrunken. Nach Informationen der Saarbrücker Zeitung soll er schon am Montag ertrunken sein.

Saarbrücken: Lebloser Körper in Saar gefunden
10 Bilder

Saarbrücken: Lebloser Körper in Saar gefunden

10 Bilder
Foto: BeckerBredel

Wie geht es der Zeugin, die Mathis W. gefunden hat?

Der Frau, die den Jungen in der Saar gesehen und die Polizei verständigt hat, werde, wie in solchen Fällen üblich, eine Betreuung mit geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angeboten. „Aber das hängt jetzt vom Wunsch der Zeugin ab.“

Statement von Saarbrückens Oberbürgermeister

Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) hat sich am Montagmorgen bei Facebook geäußert: „Unser gemeinsamer dringendster Wunsch, dass Mathis wieder zu seiner Familie zurückkehren wird, hat sich nicht erfüllt.“ Die Nachricht, dass Mathis tot aufgefunden wurde, „erfüllt uns alle mit tiefer Trauer“. Conradt lobt die Zusammenarbeit und Unterstützung der Stadtgesellschaft“ und dankt „jedem Einzelnen für das große Engagement und die Solidarität“. Die Eltern von Mathis „brauchen weiterhin unsere Unterstützung und unser Mitgefühl. Ich habe der Familie meine Anteilnahme und Mitgefühl sowie das der Menschen in unserer Stadt zum Ausdruck gebracht und Hilfe und Unterstützung angeboten.“

Statement von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger

Auch die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hat sich in den sozialen Netzwerken zu den Geschehnissen geäußert: „Seit einer Woche suchen die Eltern und viele hundert Freiwillige gemeinsam mit Polizei und Einsatzkräften nach dem kleinen Mathis. Seit heute Morgen gibt es leider keine Hoffnung mehr. Als Mama kann ich mir kaum vorstellen, wie groß der Schmerz der Eltern, der Familie und der Freunde sein muss. Ich wünsche Ihnen alle Kraft der Welt in diesen schweren Stunden. Mögen sie ein bisschen Trost aus der Solidarität so vieler Saarländerinnen und Saarländer ziehen.“

Abschlusstag der Oktoberkirmes auf den Saarterrassen abgesagt

Wegen des Todes des Jungen wird der Abschlusstag der Oktoberkirmes am heutigen Montag auf den Saarterrassen abgesagt, wie die Stadt Saarbrücken mitteilt. Auch das Abschlussfeuerwerk entfällt: „Die Schausteller haben sich entschieden, ihre Geschäfte heute nicht zu öffnen, um ihre Trauer sowie ihre Anteilnahme und ihr Mitgefühl gegenüber der Familie des Jungen zum Ausdruck zu bringen.“

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort