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Saarbrücken soll einen Max-Braun-Platz bekommen

Saarbrücken soll einen Max-Braun-Platz bekommen

St. Johann. Ein würdiges Andenken an den saarländischen Politiker und Widerstandskämpfer Max Braun fordert der SPD-Stadtverordnete und Vorsitzende der SPD St. Johann, Thomas Kruse. Er schlägt vor, die 2011 geschaffene Fläche an der Alten Feuerwache Max-Braun-Platz zu nennen. "Am 13. August 2012 jährt sich der Geburtstag von Max Braun zum 120. Mal. Gleichzeitig feiert die SPD St

St. Johann. Ein würdiges Andenken an den saarländischen Politiker und Widerstandskämpfer Max Braun fordert der SPD-Stadtverordnete und Vorsitzende der SPD St. Johann, Thomas Kruse. Er schlägt vor, die 2011 geschaffene Fläche an der Alten Feuerwache Max-Braun-Platz zu nennen. "Am 13. August 2012 jährt sich der Geburtstag von Max Braun zum 120. Mal. Gleichzeitig feiert die SPD St. Johann, in der Max Braun Mitglied war, das 140. Jahr ihres Bestehens. Zum 120. Geburtstag sollte auch eine Stele, Tafel oder Büste an diesem Ort in Gedenken an den überzeugten Republikaner, kämpferischen Antifaschisten und engagierten europäischen Sozialisten Max Braun installiert werden", sagt Kruse. Das rot-rot-grüne Bündnis im Stadtrat war sich 2009 grundsätzlich einig, ein der Persönlichkeit Brauns angemessenes Denkmal oder eine Gedenktafel in der Innenstadt zu errichten. Der neue Platz ist namenlos und liegt an der Großherzog-Friedrich-Straße. Diese war 1947 in Max-Braun-Straße umbenannt worden. Nach der zweiten Saarabstimmung 1957 nahm die neue konservative Mehrheit den Stadtratsbeschluss jedoch zurück und benannte die Straße in Großherzog-Friedrich-Straße um. Brauns Frau Angela, ebenfalls Sozialdemokratin und Mitbegründerin der Arbeiterwohlfahrt Saar, verließ daraufhin Saarbrücken und ließ als Reaktion auf diesen Affront Brauns Urne von Saarbrücken nach Neuss umbestatten. Braun wurde 1892 in Neuss geboren und kam 1923 als Chefredakteur der "Volksstimme" nach Saarbrücken. Von 1925 bis 1928 war er Zweiter Vorsitzender, von 1929 bis 1935 Erster Vorsitzender der Saar-SPD. 1932 bis 1935 gehörte er dem Landesrat an. 1935 emigrierte Braun erst nach Frankreich, später nach England. Kurz vor der geplanten Rückkehr ins Saarland starb er am 3. Juli 1945 im Londoner Exil. red

Foto: Mittelstaedt