„Großer Imageschaden für Saarbrücken“ Junikäfer, „Baustopp-Uwe“ und Martin Welker – die Geschichte des Pfusch-Rasens im Ludwigspark

Exklusiv | Saarbrücken · Seit September 2020 liegt der Rasen der Schande im Saarbrücker Ludwigspark. Wir zeichnen seine Geschichte nach. Die erklärt ein wenig, warum er wurde, wie er ist: unbespielbar.

 Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU/links) und der damalige GIU-Chef Martin Welker.

Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU/links) und der damalige GIU-Chef Martin Welker.

Foto: Andreas Schlichter

Männer kämpfen im böigen Regen gegen die Naturgewalt Wasser: Die Bilder der Stadtmitarbeiter, die am Mittwochabend unter Flutlicht mit Laubbläsern über den Ludwigspark-Rasen laufen, sind nahezu ikonisch. Immer wieder gehen die Männer in Reihe hin und her, blasen mit ihren Maschinen Wassernebel aus dem durchtränkten Spielfeld vor sich her. Und von oben kommt immer mehr Regen herunter. Sie erinnern ein wenig an Sisyphos. Sie können es nicht ändern. Der Rasen im Ludwigsparkstadion ist abgesoffen. Das DFB-Pokal-Viertelfinalspiel des 1. FC Saarbrücken gegen Borussia Mönchengladbach kann nicht stattfinden. Ein „großer Imageschaden für die Stadt,“ sagt Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU). Das Schlimme dabei: Der Imageschaden war absehbar.