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ZF trennt sich nach Wabco-Kauf plangemäß von R.H. Sheppard

Angekündigter Schritt : Nach Wabco-Kauf – ZF trennt sich von R.H. Sheppard

Der Autozulieferer ZF hat sich nach der Übernahme des US-amerikanischen Bremsenherstellers Wabco von dessen Konzernteil R.H. Sheppard getrennt. Der Anbieter von Lenkungstechnik für Nutzfahrzeuge sei für 149,5 Millionen US-Dollar (umgerechnet 133,9 Millionen Euro) an Bendix Commercial Vehicle Systems LLC verkauft worden, teilte ZF am Dienstag mit.

Bendix ist eine Tochtergesellschaft des Bremsenspezialisten Knorr-Bremse AG. Der Verkauf war eine Bedingung der US-Wettbewerbsprüfer für die Übernahme von Wabco und von ZF bereits im Januar dieses Jahres angekündigt worden.

Der Abschluss des Wabco-Zukaufs, den ZF am vergangenen Freitag bekanntgegeben hatte, fällt für den Autozulieferer in ungünstige Zeiten. ZF will bis zum Jahr 2025 bis zu 15 000 Stellen weltweit streichen, etwa die Hälfte davon in Deutschland. Das geht aus einem internen Schreiben des ZF-Vorstands an die Belegschaft des Konzerns hervor (wir berichteten). Gegen den geplanten Abbau protestierte heute die IG Metall vor dem Saarbrücker Betriebsgelände.