Zahl der berufstätigen Frauen im Saarland deutlich gestiegen

Fast 30 Prozent Zuwachs seit 1999 : Immer mehr Saarländerinnen sind berufstätig

In den vergangenen 20 Jahren ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen im Saarland um fast 30 Prozent gestiegen. Das geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor.

Im Juni 2019 gingen demnach 178 133 Saarländerinnen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, 1999 seien es noch 138 788 gewesen, so die Behörde. Insgesamt arbeiteten 80 Prozent der Frauen in Teilzeit.

Die Frauenerwerbsquote ist von 51,4 Prozent im Jahr 1999 auf 69,8 Prozent im Jahr 2018 (letzter erfasster Wert) gestiegen. Im Ländervergleich belegt das Saarland damit dennoch nur den 14. Platz. Schlusslichter sind Bremen und Nordrhein-Westfalen. Die höchste Erwerbstätigenquote von Frauen hat demnach Brandenburg mit 76,4 Prozent.

Die gestiegene Erwerbsquote sei zwar ein „gutes Signal für die wirtschaftliche Entwicklung des Saarlandes“, sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). „Trotzdem können wir besser werden.“ Um Chancengleichheit zu schaffen, müsse die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ausreichend Kinderbetreuung mit bezahlbaren Elternbeiträgen“ gewährleistet sein, erklärte Rehlinger. „Besonders wichtig ist es dabei, dass wir den Wiedereinstieg in Vollzeit erleichtern.“ Frauen seien immer noch häufiger von Altersarmut betroffen als Männer, daher gehe es auch um „die Existenzsicherung von Frauen im Alter“, so die Wirtschaftsministerin.