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Weitere Verhandlungen voraussichtlich Ende Mai 2021

Saar-ÖPNV : Tarifverhandlungen für Saar-ÖPNV werden ausgesetzt

Der Kommunale Arbeitgeberverband stimmt dem Vorschlag der Gewerkschaft Verdi zu, wegen Corona die aktuellen Tarifverhandlungen zu verschieben.

Der Kommunale Arbeitgeberverband Saar hat den Vorschlag der Gewerkschaft Verdi angenommen, die aktuelle Tarifrunde für die Beschäftigten im saarländischen Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) zu verschieben. Ursprünglich sollte am 9. November die dritte Verhandlungsrunde stattfinden. Wegen der Corona-Krise und der dadurch auch stark beeinträchtigten Möglichkeiten von Treffen, Gesprächen und Beratungen begrüßt die Vorsitzende des Verbandes, Bürgermeisterin Anne Yliniva-Hoffmann aus der Gemeinde Überherrn, den Vorschlag der Gewerkschaft Verdi, die Verhandlungen bis voraussichtlich Ende Mai 2021 auszusetzen.

Zugleich stellt die Verbands-Vorsitzende jedoch auch klar, dass sie die aktuellen Forderungen der Gewerkschaft in der Tarifrunde für unerfüllbar hält. Dies betreffe besonders die von Verdi geforderte Corona-Prämie in Höhe von 600 Euro. Dies sei in dieser Höhe nicht finanzierbar. Die Arbeitgeber hatten zuletzt 200 Euro angeboten.

Die Verbands-Vorsitzende nennt als Gründe für die ablehnende Haltung gegenüber einer Prämie von 600 Euro unter anderem stark zurückgegangene Fahrgastzahlen durch die Corona-Krise, gesunkene Einnahmen der Nahverkehrsbetriebe sowie Mehraufwendungen für die Sicherheit des Personals und der Fahrgäste. Zudem seien bei den Kommunen als Auftraggeber des kommunalen Nahverkehrs finanzielle Probleme entstanden durch den Einbruch bei den Steuereinnahmen.