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Wegen Corona: Saarland will Brauereien steuerlich stärker entlasten

Wegen Corona-Pandemie : Saarland will Brauereien mit steuerlichen Entlastungen aus Krise helfen

Deutschlandweit hat die Bierbranche während der Corona-Pandemie stark gelitten. Auch auf Initiative des Saarlandes sollen die Brauereien nun noch stärker steuerlich entlastet werden.

Um den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie bei kleinen und mittelständischen Brauereien entgegenzutreten, wurden bereits die Steuersätze der Biersteuermengenstaffel befristet für die Jahre 2021 und 2022 auf den Stand zum 31. Dezember 2003 abgesenkt. Zur nachhaltigen Unterstützung der gesamten Brauereibranche setzen sich Hamburg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und das Saarland dafür ein, bei der Besteuerung von Biermischgetränken die nach Abschluss der Gärung hinzugefügten Zutaten während einer Übergangszeit bis einschließlich 31. Dezember 2030 nicht zu berücksichtigen. Dies ist im Rahmen der Umsetzung einer entsprechenden EU-Richtlinie möglich.

„Die COVID-19 Pandemie hat erhebliche Schäden in unserer Brauereiwirtschaft hinterlassen. Durch die monatelangen Schließungen der Gastronomie wurden auch deren Partner in Mitleidenschaft gezogen“, erklärt Saar-Finanzminister Peter Strobel (CDU). Die Brauwirtschaft habe schon vor der Pandemie unter großem wirtschaftlichen Druck gestanden, die Situation habe sich durch Corona zusätzlich verschärft, so Strobel. Brauereien würden regionale Identifikation stiften und letztendlich für eine Vielzahl von Arbeitsplätzen sorgen. „Indem wir bürokratische und steuerliche Hürden reduzieren, helfen wir den Brauereien sich auf die zukünftigen Herausforderungen vorbereiten zu können“, so der Minister.

Die Finanzministerinnen und Finanzminister der Länder fordern Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) auf, von der Übergangsregelung vollständig Gebrauch zu machen. Für die Brauereibranche sei diese Maßnahme eine „spürbare finanzielle Entlastung“.