Tarifauseinandersetzung in der Metallindustrie Warnstreik der IG Metall im Saarland: So ist die Stimmung bei den Mitarbeitern der ZF in Saarbrücken

Saarbrücken · Die Tarifauseinandersetzung in der Metallindustrie hat auch im Saarland zu Warnstreiks geführt, zu denen die IG Metall ihre Mitglieder aufgerufen hatte. Wie ist die Stimmung bei den Belegschaften? Die SZ hat sich umgehört.

 Warnstreiks in der Metallindustrie: Mitarbeiter von ZF in Saarbrücken legten ihre Arbeit zwei Stunden früher als im Plan nieder.

Warnstreiks in der Metallindustrie: Mitarbeiter von ZF in Saarbrücken legten ihre Arbeit zwei Stunden früher als im Plan nieder.

Foto: BeckerBredel

Die Industriegewerkschaft (IG) Metall hat am Freitag erneut zu Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie aufgerufen. Beschäftigte mehrerer Firmen im Saarland, darunter Festo in St. Ingbert, Schaeffler in Homburg und Zeppelinwerke Friedrichshafen (ZF) in Saarbrücken hatten Aktionen geplant. Nach Angaben der IG Metall waren mehr als 20 Betriebe mit über 15 000 Beschäftigten vom Aufruf betroffen. Nachdem am Donnerstag bereits in Rheinland-Pfalz gestreikt wurde, will die IG Metall nun weiter Druck auf die Arbeitgeber ausüben. „Nachdem die Arbeitgeber auch in der dritten Verhandlungsrunde kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt haben, sind wir als IG Metall gezwungen, die Anzahl der Warnstreiks weiter zu erhöhen. Die Beschäftigten sind wütend ob der Ignoranz der Arbeitgeber. Sie erwarten eine Wertschätzung ihrer Leistung, gerade nach den schwierigen Jahren während der Pandemie“, sagte Patrick Selzer, Bevollmächtigter der IG Metall in Saarbrücken. „Sie wissen, dass trotz Coronapandemie, Lieferengpässen und Energiekriese gute Ergebnisse erzielt worden sind.“