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Warnstreik der Arbeitsagenturen: 600 Beschäftigte im Saarland im Streik

600 Beschäftigte nehmen an Warnstreik teil : Arbeitsagenturen im Saarland im Warnstreik

Am Dienstagmorgen nahmen mehrere Hundert Beschäftigte der Bundesagentur für Arbeit und der saarländischen Jobcenter an einer Kundgebung in Saarbrücken teil. Die Beschäftigten befinden sich heute ganztägig im Warnstreik.

Mit dem Warnstreik wollen die Beschäftigten aus der Arbeitsagentur, den Jobcentern, der Familienkasse und der Regionaldirektion in Saarbrücken ihren Forderungen nach einer Lohnerhöhung Ausdruck verleihen. Die Gewerkschaft Verdi hatte den Warnstreik am Montag angekündigt. Rund 600 Beschäftigte folgten laut Angaben von Verdi Landesbezirksleiter Michael Blug dem Aufruf. Einige davon, so Blug, streiken am heutigen Dienstag von zuhause aus.

Warnstreik der Arbeitsagenturen: 600 Beschäftigte im Saarland im Streik
Foto: Niklas Folz

Auch bei der Kundgebung in Saarbrücken vor der Congresshalle nahmen mehrere Hundert Beschäftigte teil.

Hintergrund des ganztägigen Warnstreiks ist die aktuelle Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst. Verdi fordert für die 2,3 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen unter anderem eine Lohnerhöhung von 4,8 Prozent sowie die Anhebung der Azubi-Vergütung um 100 Euro. Außerdem sollen die Beschäftigten durch zusätzliche freie Tage entlastet werden. Die Arbeitgeberseite lehnt die Forderungen bislang ab.

Gewerkschaftssekretärin Yvonne Nilles-Paulus hatte auf SZ-Anfrage vorab angekündigt, dass es durch den Warnstreik zu personellen Engpässen kommen könne. Telefonische Erreichbarkeit an den betroffenen Stellen solle aber weiter sichergestellt sein.

Ausführlicher Bericht folgt