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Villeroy & Boch in Mettlach: V&B hebt Prognose für Umsatz und Gewinn wieder an

Keramik-Konzern aus Mettlach hebt wieder Prognose an : Bei Villeroy & Boch brummt das Geschäft noch mehr

Villeroy & Boch hat zum dritten Mal in diesem Jahr seine Ergebnisprognose angehoben. Das Plus gegenüber dem Corona-Jahr könnte gewaltig sein.

Bei Villeroy & Boch (V&B) läuft das Geschäft viel besser als gedacht. Der Keramik-Konzern aus Mettlach hat am Mittwochabend erneut seine Prognose für Umsatz und Gewinn angehoben – zum dritten Mal in diesem Jahr. Das Unternehmen rechnet jetzt für das laufende Geschäftsjahr mit Erlösen von mehr als 920 Millionen Euro. Das würde gegenüber dem Corona-Jahr 2020, in dem V&B nur knapp vier Prozent Umsatzminus hinnehmen musste, ein Plus von 15 Prozent bedeuten. Ende Juni hatte der Vorstand mit 885 Millionen Euro Umsatz kalkuliert, im Februar mit höchstens 840 Millionen.

Noch stärker geht es beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) nach oben. Jetzt erwartet der Vorstand ein Konzernergebnis von mehr als 85 Millionen Euro. Das entspräche einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr von mindestens 70 Prozent. Dieses Plus fällt nun nicht deswegen so groß aus, weil der Gewinn im Vorjahr wegen Corona so mager gewesen wäre. Im vergangenen Jahr hatte V&B sein Ergebnis nämlich trotz Pandemie auf dem Niveau von 2019 halten können. Im Sommer dieses Jahres hatte das Management einen Jahresgewinn von mehr als 75 Millionen Euro erwartet, und im Februar war nur von höchstens rund 55 Millionen die Rede. Details zu den Zahlen will V&B am 20. Oktober im Bericht zum dritten Quartal erläutern.