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Vier von zehn Saar-Unternehmen erwarten Umsatzrückgänge wegen Corona

Blitz-Umfrage der IHK : Vier von zehn Saar-Unternehmen erwarten Umsatzrückgänge wegen Corona

40,4 Prozent der Unternehmen im Saarland befürchten einen Rückgang des Umsatzes in diesem Jahr als Folge des Coronavirus.

24 Prozent der Firmen befürchten sogar erhebliche Einbußen von mehr als zehn Prozent. 16,4 Prozent gehen von geringen Rückgängen aus. Das ergab eine Blitz-Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) des Saarlandes. Befragt wurden 110 Betriebe mit insgesamt 46.700 Beschäftigten. 39,1 Prozent der Unternehmen können die Auswirkungen der Epidemie noch nicht einschätzen. 20,9 Prozent erwarten keinen Umsatzrückgang.

49,1 Prozent der Unternehmen erwarten laut Umfrage Reiseeinschränkungen, 47,3 Prozent Krankheitsausfälle und 38,2 Prozent einen Rückgang der Nachfrage. Auch Unsicherheiten über künftige Geschäfte/Investitionen (25,5 Prozent), fehlende Waren (25,5 Prozent) oder notwendige Umstellungen der Lieferketten werden befürchtet.

Von den 54 befragten saarländischen Industriebetrieben können gut die Hälfte (50,1 Prozent) die Corona-Folgen noch nicht abschätzen. 31,3 Prozent rechnen mit einem geringen (17,6 Prozent) oder einem erheblichen (13,7) Umsatz-Rückgang. 17,6 Prozent der Industriebetriebe sehen keine Auswirkungen auf sich zukommen.

„Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Saarwirtschaft sind inzwischen sehr deutlich spürbar“, sagte IHK-Geschäftsführer Carsten Meier zu den Ergebnissen der Blitz-Umfrage. Die Saar-Unternehmen litten insbesondere unter teils erheblichen Umsatzrückgängen wegen rückläufiger Nachfrage. „Angesichts der aktuellen Entwicklung in der Region Grand Est, aus der täglich 20.000 Menschen ins Saarland einpendeln und die im Extremfall als Arbeitskräfte und Konsumenten fehlen, dürfte sich die Lage in den kommenden Wochen weiter verschärfen“, sagte Meier. Der IHK-Geschäftsführer forderte schnell wirkende Liquiditätshilfen für Unternehmen, konkrete Ansprechpartner in den Behörden und detaillierte Informationen. „Den Ankündigungen des Koalitionsausschusses müssen jetzt zügig bedarfsgerechte Hilfen folgen, die es den Unternehmen und den Beschäftigten ermöglichen, diese Krise zu meistern", sagte Meier.