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Verzögerungen bei Paketen und Briefen im Saarland wegen Post-Streiks

Pakete und Brief könnten liegenbleiben : Warnstreiks bei der Post erreichen das Saarland

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag ihre Warnstreiks ausgeweitet – auch auf das Saarland. So soll unter anderem die Post-Niederlassung in Saarbrücken bestreikt werden.

„In den späten Abendstunden am Donnerstag werden die Beschäftigten zu Streikmaßnahmen aufgerufen“, wie der Verdi Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland mitteilt. Am Freitag soll der Warnstreik fortgesetzt werden.

In elf Bundesländern hätten Beschäftigte die Arbeit bereits niedergelegt, sagte ein Sprecher. Nach Angaben der Post beteiligten sich bis zum Mittag rund 2100 Mitarbeiter an dem Ausstand. Die Beförderung von etwa 1,3 Millionen Briefen und 130 000 Paketen sei von dem Warnstreik betroffen. Das seien 2,4 und 2,5 Prozent der Tagesmenge. In den stärker durch die Warnstreiks betroffenen Regionen würden die verzögerten Sendungen in den Folgetagen zugestellt.

Verdi hatte die Warnstreiks am Mittwoch begonnen. Bestreikt wurden nach Angaben der Gewerkschaft vor allem Verteilzentren, Paketbasen und Zustellstützpunkte. Die Gewerkschaft will so ihrer Forderung nach Einkommenserhöhungen für die rund 140 000 Beschäftigten der Post um 5,5 Prozent Nachdruck verleihen. Verdi begründet die Forderung unter anderem mit der guten Geschäftslage der Post. Die Gewerkschaft hatte bei den bisherigen Verhandlungen den Eindruck gewonnen, dass die Post nur Einkommensverbesserungen um 1,5 Prozent anbieten wolle. Das Unternehmen will bei der nächsten Verhandlungsrunde am 21. und 22. September ein Angebot vorlegen.