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Verkehrsministerium im Saarland mahnt Vlexx wegen Zugausfällen ab

„Ausfälle schaden dem Image des ÖPNV im Saarland“ : Saarland mahnt Vlexx wegen Zugausfällen ab

Nach einem Treffen mit der Geschäftsführung des Zugunternehmens hat das Verkehrsministerium angekündigt, Vlexx eine schriftliche Abmahnung zukommen zu lassen.

Das saarländische Verkehrsministerium will der Zuggesellschaft Vlexx eine schriftliche Abmahnung zukommen lassen. Das teilte Staatsekretär Jürgen Barke (SPD) im Anschluss an ein Treffen mit der Vlexx-Geschäftsführung mit. „Die Ausfälle schaden dem Image des ÖPNV im Saarland insgesamt“, sagte Barke. Das Land habe sich dafür eingesetzt, dass Vlexx seinen regulären Fahrplan einhalten könne – beispielsweise wurden dem Betreiber Züge aus dem Landesbestand zur Verfügung gestellt. „Dennoch kommt es weiter zu Ausfällen“, erklärte Barke. Vlexx müsse „ab sofort in Quartalsberichten durch einen Wirtschaftsprüfer seine personelle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unter Beweis“ stellen. Fahrgäste müssten zudem künftig besser informiert werden, forderte Barke. Kunden müssten beispielsweise wissen, wo und wann bei Zugausfällen Ersatzbusse eingesetzt würden.

Vlexx die Betriebserlaubnis komplett zu entziehen, wie in letzter Zeit immer wieder gefordert worden war, sei derzeit aber keine Option, sagte Barke. „Eine übereilte Kündigung würde höchstwahrscheinlich einen Rechtsstreit nach sich ziehen“, so seine Befürchtung. „Ein Rechtsstreit lässt aber keine Züge fahren. Deshalb pochen wir darauf, dass die Vlexx ihre vertraglich vereinbarten Leistungen erfüllt.“

Die Vlexx, die über die Muttergesellschaft Netinera zur italienischen Staatsbahn gehört, hatte im Dezember vergangenen Jahres die Strecken Saarbrücken – Lebach-Jar­bach, Saarbrücken – Neubrücke, Saarbrücken – Homburg und Homburg – Illingen vom bisherigen Anbieter DB Regio übernommen. Seitdem reißt die Kritik an dem Unternehmen nicht ab. Trotz gekürzter Fahrpläne fallen Züge regelmäßig aus. Daher hatte die DB Regio die Strecke zwischen St. Wendel und Saarbrücken zum 1. Februar wieder übernommen. Als Gründe für die Ausfälle nennt Vlexx krankheitsbedingten Personalmangel und Lieferschwierigkeiten bei neuen Zügen vom kanadischen Hersteller Bombardier.