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Verkauf der Licorne-Gruppe durch Karlsberg überraschend gestoppt

Überraschende Kehrtwende : Karlsberg verkauft Tochter Licorne nun doch nicht

Die Karlsberg Brauerei wird entgegen ursprünglichen Plänen ihre Tochter Licorne in Frankreich nicht verkaufen. Das bestätigte Karlsberg-Chef Christian Weber auf SZ-Anfrage. Der Ausschlag hierfür sei in erster Linie vom Investor Ul Gestion ausgegangen, der 47 Beteiligungen an Unternehmen unterhält.

Beide Verhandlungspartner berufen sich auf die besondere Situation durch Corona, die es jetzt erforderlich mache, die gesamte Energie in die Sicherheit der Mitarbeiter und die Geschäftskontinuität zu stecken.

Zwar seien die Verhandlungen ausgesetzt, Weber betont jedoch, „dass das auch heißen kann, dass wir Licorne in der Konsequenz behalten werden“. Denkbar sei, dass das Markengeschäft von Licorne in Saverne gemeinsam mit Karlsberg jetzt weiterentwickelt wird, ohne die Strategie grundlegend zu verändern. Zu Auswirkungen von Corona auf das Karlsberg-Geschäft könne man noch nichts Verlässliches sagen.