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Verein steigt im Gründer- und Förderzentrum East Side Fab in Saarbrücken ein

Unterstützung für Gründungs- und Förderzentrum : Neuer Verein soll Saarbrücker East Side Fab mit Leben füllen

Namhafte Vertreter aus Wirtschaft, Forschung und Bildung nehmen sich des Saar-Förderzentrums an.

Im Saarland gibt es einen neuen Anlaufpunkt für etablierte Unternehmen, Start-ups, Gründungszentren sowie Hochschul- und Innovationseinrichtungen. Die Rede ist von der East Side Fab, einer früheren Produktionshalle im Saarbrücker Osten, die bereits im Herbst eröffnet wurde. Jetzt wird das Ganze organisatorisch mit Leben gefüllt, indem sich ein neu gegründeter Verein, der ebenfalls East Side Fab heißt, der Räumlichkeiten annimmt.

„Der noch junge Verein soll ein Netzwerk sein, um die Innovationen von morgen voranzutreiben“, sagte sein erster Vorsitzender, Johannes Hauck, am Freitag bei der Gründungsfeier. „Es handelt sich dabei um einen illustren Kreis, der unterschiedliche Interessen und Produkte präsentiert“, erläuterte Hauck, der im Hauptberuf beim Eletrotechnik-Konzern Hager unter anderem für die Entwicklung neuer Geschäftsfelder zuständig ist.

Das Land fördert die Arbeit des Netzwerks in den kommenden Jahren mit insgesamt 3,1 Millionen Euro. „Damit unterstützen wir den neuen Trägerverein, der sich unter anderem zum Ziel gesetzt hat, die Digitalisierung der Arbeit, der Wirtschaft und der Gesellschaft entscheidend voranzubringen“, sagte Wirtschafts-Staatssekretär Jürgen Barke (SPD). „Hier werden wir künftig die Entwicklung neuer Geschäftsideen fördern und so die Innovationskraft der Saar-Wirtschaft nachhaltig stärken.“

Die Gründungsmitglieder kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Zu ihnen gehören die Saarlouiser Ford-Werke, die Baugruppe OBG aus Ottweiler, die Firma Thyssen-Krupp System Engineering aus Wadern, die die Fahrzeuge von morgen entwickelt, oder der Wasserzähler-Hersteller Zenner. Mit dabei sind aber auch der Sparkassenverband Saar oder die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW). Ein weiterer Partner ist das Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (Zema), das sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet und wo Universitäts- und HTW-Lehrstühle unter anderem die Fertigungsverfahren der Zukunft erforschen.

Der Verein will praxisorientiert arbeiten und für alle offen sein. „Es geht nicht nur um Digitalisierung, sondern auch um die Verwirklichung von physischen Produkten und Ideen, ohne Vorgabe von branchenbezogenen Schwerpunkten“, heißt es in der Eigendarstellung. Die Aktivitäten sollen dabei nicht auf das Saarland begrenzt sein. „Wir wollen unsere Fühler auch nach Frankreich und Luxemburg ausstrecken“, sagte Hauck bei der Gründungsfeier.

www.eastsidefab.de