Verdi: Mitarbeiter der Real-Märkte im Saarland machen sich große Sorgen

Kostenpflichtiger Inhalt: Verkaufspläne der Metro : Verdi: Real-Mitarbeiter im Saarland machen sich große Sorgen

Bei den 500 Beschäftigten der Real-Märkte im Saarland geht die Angst um. Die Grundsatzeinigung über den Verkauf der Supermarktkette wirft bange Fragen über die Zukunft der Jobs auf.

Wie geht es mit den fünf Real-Märkten im Saarland weiter? Werden sie von einer Handelskette übernommen, oder wird der eine oder andere Markt geschlossen? Welche Zukunft haben die 500 Real-Arbeitsplätze im Saarland? Der Brief, den Olaf Koch, Chef des Real-Mutterkonzerns Metro, am Montag an die Beschäftigten versandte, habe auf diese Fragen keine Antworten gegeben, sagte Alex Sauer, Gewerkschaftssekretär bei Verdi und für den Bereich Handel im Saarland zuständig. Die Beschäftigten „sind in völliger Unsicherheit“, so Sauer. „Wir sind genauso nass wie vorher“, habe zum Beispiel ein Mitarbeiter gesagt.

Koch hatte eine Grundsatzeinigung über den Verkauf der Supermarktkette mit 277 Märkten und rund 34 000 Beschäftigten verkündet. Real soll an ein Konsortium um den Finanzinvestor SCP und den Immobilieninvestor X-Bricks gehen.

Der größte Teil der Filialen soll an andere Händler wie Edeka oder Kaufland verkauft werden. Welche Märkte wer übernimmt, ist offen. Die Käufer wollten daneben einen „Kern von mindestens 50 Real-Märkten“ für wenigstens 24 Monate weiterbetreiben, schreibt Koch. Sauer fragt sich, was danach kommen soll.

Die Käufer gehen davon aus, „dass die Zahl der zu schließenden Standorte unter 30 liegen wird“. Ob einer der Märkte in Homburg, Saarlouis, Bexbach, Dudweiler und Saarbrücken betroffen ist, bleibt im Ungewissen. „Die Angestellten haben einen Anspruch darauf, zu wissen, wie es mit den Märkten im Saarland weitergeht und wie es um ihre Jobs in Zukunft bestellt ist“, sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD).

Am Freitag wird Metro-Chef Koch auf der Hauptversammlung möglicherweise den Abschluss der Verkaufsverhandlungen verkünden. Verdi will das Aktionärstreffen mit Aktionen begleiten. Die Gewerkschaft fordert Beschäftigungs- und Standortgarantien.