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Verdi fordert mehr Geld für Einzel- und Versandhandel im Saarland

Tarifrunde hat begonnen : Verdi fordert 4,5 Prozent mehr für Beschäftigte im saarländischen Einzel- und Versandhandel

Die Gewerkschaft fordert außerdem eine Erhöhung der Einkommen der unteren Beschäftigungsgruppen auf 12,50 Euro pro Stunde.

Mit einer Forderung von 4,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt und zusätzlich 45 Euro pro Monat geht die Gewerkschaft Verdi in die Tarifverhandlungen für die rund 50 000 Beschäftigten Im saarländischen Einzel- und Versandhandel. Auch die Ausbildungsvergütungen sollen entsprechend angepasst werden, wie Verhandlungsführerin Monika Di Silvestre am Montag mitteilte. Außerdem will die Gewerkschaft eine Erhöhung der Einkommen der unteren Beschäftigungsgruppen auf 12,50 Euro pro Stunde durchsetzen und fordert, die Tarifverträge im saarländischen Einzel- und Versandhandel wieder allgemeinverbindlich zu machen. Für in die Krise geratene Unternehmen will Verdi mit den Arbeitgebern über „gesonderte Lösungen zur Zukunfts- und Beschäftigungssicherung“ sprechen.

„Die Menschen im Handel verdienen ein Einkommen, das ihnen zum täglichen Auskommen gut reicht und für eine Rente, die sie nicht von Altersarmut betroffen macht. Deshalb ist ein rentenfestes Mindesteinkommen enorm wichtig,“ sagt Di Silvestre. Respekt und Anerkennung müsse sich für alle, die in einer für die Gesellschaft so wichtigen Branche arbeiten, im Einkommen abzeichnen.

Am 17. Februar hatte die Verdi-Tarifkommission die Kündigung der Entgelt-Tarifverträge beschlossen. Die Laufzeit der neuen Tarifverträge soll nach Vorstellung der Gewerkschaft zwölf Monate betragen. Ein erstes Gespräch will Verdi mit den Arbeitgebern nach Angaben von Di Silvestre am Mittwoch führen.