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Unternehmen will im Saarland 300 000 Haushalte mit Glasfaser ausstatten

Highspeed-Internet : In fünf Jahren Glasfaser für 300 000 Saar-Haushalte

Die Deutsche Glasfaser möchte zwei Drittel der saarländischen Haushalte direkt mit Glasfaser versorgen. Bereits im Sommer soll es losgehen.

Bis zu zehn mal schnelleres Internet – das kann für viele Saarländer schon bald Realität werden. In den nächsten fünf Jahren möchte die Deutsche Glasfaser über 300 000 Haushalte mit einem modernen Glasfaser-Anschluss versorgen.

Das geht aus Plänen hervor, die Thorsten Dirks, CEO von Deutsche Glasfaser, gemeinsam mit David Zimmer, Gründer des Telekommunikationsanbieter Inexio, am Donnerstag Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) vorstellten. „Mit zahlreichen Städten und Gemeinden im Saarland haben wir bereits Kooperationsvereinbarungen geschlossen“, erklärt Dirks – darunter laut Angaben des Unternehmens Nonnweiler, Friedrichsthal und Perl. Der Ausbau selbst geschehe „ohne Einsatz von Steuergeldern“. Stattdessen werden die Anschlüsse kostenlos verlegt, wenn mindestens 40 Prozent der Haushalte innerhalb einer Kommune einen Internetvertrag bei ihnen abschließt. Daher sei man „insbesondere auch auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort angewiesen“, betonte Zimmer. Sein in Saarlouis angesiedeltes Unternehmen Inexio gehört seit Mai 2020 zur Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser.

Mit sieben Milliarden Euro Investitionskapital möchte Deutsche Glasfaser mittelfristig etwa sechs Millionen FTTH-Anschlüsse (“Fiber to the home“, zu deutsch „Glasfaser bis ins Haus“) in Deutschland erschließen. Über 500 Millionen Euro werde allein der geplante Ausbau im Saarland kosten. Zwar können fast alle Saarländer mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s surfen, aber beim Thema Glasfaser ist das Bundesland Schlusslicht: Laut Angaben der Bundesnetzagentur haben nur drei Prozent aller saarländischen Haushalte bereits einen solchen Anschluss, mit dem bis zu 1000 Mbit/s möglich sind. Der Bundesschnitt liegt bei 13,8 Prozent.

Hans begrüßte die Pläne des Unternehmens. Das Saarland werde damit zur „digitalen Modellregion“. Laut Unternehmen soll mit dem Vorhaben bereits im Sommer begonnen werden.