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Unternehmen im Saarland sprechen von schleppender Konjunktur

Kostenpflichtiger Inhalt: Schwierige Situation : Saar-Unternehmen erwarten in nächster Zeit keine bessere Konjunktur

IHK-Umfrage: Wirtschaft gibt dafür unter anderem die derzeit schlechtere Auftragslage an.

Das geht aus der neuesten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Saarland für den Monat August hervor, an der sich rund 300 Unternehmen beteiligten. Diese repräsentieren rund 120 000 Beschäftigte an der Saar. Demnach kommt die Skepsis in der Beurteilung der Lage besonders aus Industriebetrieben. „Insgesamt ist die Konjunktur gespalten“, stellt dazu Heino Klingen fest, Hauptgeschäftsführer der Kammer. „In den Industriebetrieben bewegen sich Auftragseingänge und Umsätze um bis zu 20 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. In unserer August-Umfrage hat die Industrie ihre Erwartungen für die kommenden Monate nochmals deutlich nach unten korrigiert“, sagt Klingen. Rund laufen die Geschäfte demnach nur noch in der Keramikindustrie sowie in der Medizin-, Mess und Regeltechnik. Etwas verhaltener, aber derzeit überwiegend gut sei die Lage noch im Stahlbau und bei den Herstellern von Metallwaren. Von einer befriedigenden Geschäftsentwicklung ist derzeit noch die Rede im Fahrzeugbau, Maschinenbau, im Ernährungsgewerbe, in der Elektroindustrie, bei den Gießereien, in der Bauwirtschaft sowie in der Gummi- und Kunststoffindustrie. Die Stahlindustrie leide dagegen unter der angespannten Lage im Automobilbau mit Rückgängen der Nachfrage und der Unsicherheit durch die Dieseldebatte.

Im Gegensatz zur Industrie höre man dagegen aus dem Handel und aus Dienstleistungsunternehmen gegenwärtig noch vergleichsweise gute Nachrichten. Hierfür sei insbesondere die derzeit noch robuste Lage auf dem saarländischen Arbeitsmarkt verantwortlich. Insgesamt bewerten derzeit 37 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 50 Prozent mit befriedigend und 13 Prozent mit schlecht. Der IHK Lageindikator hat damit den schlechtesten Stand seit März 2013 erreicht. Auch für die kommenden Herbst- und Wintermonate deutet ich nach den Erkenntnissen der Industrie- und Handelskammer noch keine Trendwende zum Positiven an. Demnach erwarten nur neun Prozent der von der IHK befragten Unternehmen bessere Geschäfte, während 78 Prozent mit gleich bleibenden und 13 Prozent mit schlechteren Geschäften rechnen.