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Über 4400 Schüler bei Online-Messe „Abi – was dann“ 2020 im Saarland

Veranstalter zufrieden : Über 4400 Nutzer bei Online-Messe „Abi – was dann“

Die Veranstalter wollen 2021 in der Congresshalle Vorteile einer Vor-Ort-Präsenz stärker mit Online-Inhalten verknüpfen.

Nach dem Ende der dreitägigen Messe „Abi – was dann“, die coronabedingt erstmals komplett im Internet stattfand, ziehen die Veranstalter ein gemischtes Fazit. Die Initiative zu dieser Messe geht zurück auf alle saarländischen und einige rheinland-pfälzische Rotary-Clubs.

Projekt-Koordinator Joachim Malter zeigte sich zufrieden mit der Zahl der Kontakte. Nach ersten Auswertungen hätten insgesamt 4400 Jugendliche die angebotenen Informationen zur Berufswahl oder zu einem Studium genutzt. In dieser Zahl noch nicht enthalten seien solche Nutzer, die Cookies zur Nachverfolgung deaktiviert hätten. Gerechnet hatten die Veranstalter ursprünglich mit insgesamt 4000 Online-Nutzern. Gut sei die Vorbereitung der Schüler auf die Messe durch ihre Lehrer gelaufen. So gab es im Vorfeld bereits Formulare, auf denen die Schülerinnen und Schüler ihre Interessen anmelden konnten. Weniger als erwartet sei jedoch die Möglichkeit in Anspruch genommen worden, mit Experten an den virtuellen Ständen in Form eines „Video-Chats“ ins Gespräch zu kommen. Das habe teilweise auch an technischen Voraussetzungen in den Schulen gelegen.

So berichten Malter und Frank Becker als Vorsitzender des Fördervereins von Fällen, in denen veraltete Rechner zum Einsatz gekommen seien, die nicht über eine Kamera verfügen. Dies zeige erneut, dass die Ausrüstung von Schulen mit modernster digitaler Ausrüstung politisch Vorrang haben müsse. Zudem kostet es nach Ansicht von Malter wohl auch viele Jugendliche offensichtlich Überwindung, bei einer Online-Messe mit einem fremden Menschen ins Gespräch zu kommen. Das sei bei einer realen Messe anders.

Die IT-Fachleute hätten im Schnitt 25 Klick-Aktionen pro Nutzer festgestellt mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 15 Minuten. Die Messe wurde von 44 Ausstellern bestückt, darunter etwa zur Hälfte Unternehmen und Hochschulen. Für das Format einer Online-Messe spreche, dass man sich schneller Informationen besorgen kann, so Malter. Die Auswahl an Infos, die man direkt erreicht, sei größer als bei einer reellen Messe. Für letztere spreche wiederum die Art der Gespräche. Unternehmen wie mögliche Bewerber könnten vor Ort persönlicher ins Gespräch kommen.

2021 im September wolle man wieder eine reale Messe in der Congresshalle veranstalten. Mit der Kombination der Vorteile einer Online-Repräsentanz. Malter denkt hier zum Beispiel an die Möglichkeit für Unternehmen, ihre Experten-Vorträge komplett auch im Internet zugänglich zu machen. Zudem könne man sich bereits im Vorfeld der Messe im Internet mit kleinen Filmen oder Präsentationen vorstellen.